40.000
Aus unserem Archiv
Bremen

Fahrradbeleuchtung: So sind Akkulampen verkehrstauglich

dpa/tmn

An Fahrrädern sind von 1. August an auch Lampen mit Akkus und Batterien erlaubt. Die alleinige Pflicht zum Dynamo wird mit einer Verordnung aufgehoben. So einfach, wie es klingt, ist die Sache für Radfahrer aber nicht. Sie müssen einiges beachten.

Akkulampen ab 1. August erlaubt
Akkulampen an Fahrrädern sind ab 1. August erlaubt. Sie dürfen aber nicht blinken, müssen auf Holperstrecken in Position bleiben und eine Kontrollleuchte für den Batteriezustand besitzen.
Foto: Thomas – DPA

Fahrradbeleuchtung muss eine amtliche Bauartgenehmigung haben – das gilt auch für Ansteckleuchten mit Akkus oder Batterien. Zugelassene Scheinwerfer und Rückleuchten erkennen Verbraucher an einem Prüfzeichen: «Das besteht aus einer Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer fünfstelligen Zahl», erklärt Roland Huhn vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Das K stehe für Karlsruhe, wo im Lichttechnischen Institut für die Prüfung erfolge.

«Die Scheinwerfer müssen mindestens eine Beleuchtungsstärke von 10 Lux und eine bestimmte Lichtverteilung aufweisen», erläutert der ADFC-Rechtsreferent die Prüfkriterien. «Das Licht ist im Zentrum besonders hell und nimmt nach außen hin ab. Nach oben ist der Lichtstrahl abgeschnitten, damit Entgegenkommende nicht geblendet werden.» Auf keinen Fall dürfe die Beleuchtung am Rad blinken. Scheinwerfer und Rückleuchten müssten außerdem gegen Staub und Nässe abgedichtet sein und auch auf Holperstrecken in Position bleiben. Eine Kontrollleuchte für den Batteriezustand sei ebenfalls Pflicht.

«Händler, die Lichtanlagen ohne Prüfzeichen verkaufen, begehen eine Ordnungswidrigkeit», betont Huhn. Fehle das Prüfzeichen, sei das ein Mangel. Folglich könnten Kunden ungeprüfte Leuchten innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf beim Händler zurückgeben.

Am 1. August tritt eine vom Bundesrat beschlossene Verordnung in Kraft, mit der die Dynamopflicht für Fahrrader fällt. Bislang mussten alle Velos außer Rennräder bis 11 Kilogramm eine dynamobetriebene Lichtanlage haben. Durch die Verordnung werden Ansteckleuchten zur Alternative. Der Gesetzestext enthält zwar noch Unklarheiten im Wortlaut, die aber nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums «möglichst schnell geglättet» werden sollen. Angestrebt seien ein Änderungsentwurf zur Verordnung und in Kürze eine Kommentierung, die klarstelle, dass Ansteckleuchten zulässig sind.

Dazu sagt Roland Huhn: «Das Bundesverkehrsministerium scheint fest entschlossen, aufsteckbare Leuchten für alle Fahrräder ab sofort zu erlauben, auch wenn der Wortlaut der neuen Beleuchtungsvorschrift das eigentlich nicht hergibt.» Radfahrer müssten nun jedenfalls nicht mehr befürchten, dass die Polizei Batterieleuchten beanstandet – «vorausgesetzt natürlich, dass die Leuchten das Prüfzeichen tragen».

Auto
Meistgelesene Artikel
Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
  • Lokalticker
  • Regionalsport
  • Newsticker
Das Wetter in der Region
Samstag

16°C - 29°C
Sonntag

16°C - 29°C
Montag

17°C - 29°C
Dienstag

17°C - 29°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

UMFRAGE
Wie entsorgen Sie Ihren Elektroschrott?

Ab Mittwoch, 15. August, dürfen Haushaltsgegenstände mit elektrischen Bestandteilen nicht mehr über die Restmülltonne entsorgt werden. Blinkende Schuhe, Badezimmerschränke mit eingebauten Lampen und beheizbare Handschuhe müssen dann als Elektroschrott gesondert entsorgt werden. Das gibt eine neue Gesetzesänderung vor. Wie haben Sie bisher Ihren Elektroschrott entsorgt?

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!