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München

ADAC zu Spritpreisen: Morgens wird abkassiert

dpa

An deutschen Tankstellen werden Kunden nach Erkenntnissen des ADAC vor allem morgens abkassiert. Die Spritpreise schwanken im Laufe eines Tages stark. Autofahrer sollten daher die Preistafeln immer im Blick behalten – und bei jeder Gelegenheit nachtanken.

Tankstelle
Vor allem morgens werde abkassiert: Der ADAC stellte in einer Untersuchung zum Teil kräftige Preissprünge im Tagesverlauf fest.
Foto: Oliver Berg – DPA

Die Mineralölkonzerne zocken Autofahrer in Deutschland nach Meinung des ADAC mit einer Verwirrungstaktik ab. Vor allem morgens werde abkassiert, teilte der Club am Montag (26. März) in München mit. Der ADAC hat bei einer Stichprobe an 33 Tankstellen in 11 Städten kräftige Preisschwankungen an den Zapfsäulen gemessen. Demnach kostet ein Liter Super E10 im Schnitt abends 2,6 Cent weniger als am Morgen. Diesel sei abends im Schnitt 3,3 Cent je Liter günstiger. Extreme Preisaufschläge gebe es nachts – den größten in München mit 12 Cent.

Dahinter stecke System, häufige Preissprünge sollten die Vergleichbarkeit erschweren, hieß es. «Hinter den vermeintlich hektischen Preissprüngen steht ein durchaus klar erkennbares Muster», sagte ADAC-Präsident Peter Meyer der «Bild»-Zeitung. Für Autofahrer sei es kaum möglich, «bei diesem Preiswirrwarr den Überblick zu behalten und den richtigen Moment zum günstigen Tanken zu erwischen. Mit dieser Jo-Jo-Preispolitik kassieren Ölmultis die Autofahrer systematisch ab.» Die Konzerne weisen diesen Vorwurf scharf zurück.

Weil die Preise an den Tankstellen so stark schwanken, sollten Autofahrer unterwegs die Preistafeln der Zapfstationen im Blick behalten und eine günstige Gelegenheit zum Nachtanken nutzen – auch wenn der Tank noch nicht leer ist, rät der ADAC.

Extratouren für die Suche nach günstigen Tankstellen rechnen sich laut dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) aber in der Regel nicht. Unter anderem machen der Mehrverbrauch für den Umweg und der zusätzliche Fahrzeugverschleiß den Kostenvorteil schnell zunichte, erklärte Gerd Lottsiepen, Verkehrspolitischer Sprecher beim VCD.

Wer sich eigens auf die Reise mache, um einen Preisvorteil von 3 Cent auszukosten und 50 Liter tanken will, spare rein rechnerisch 1,50 Euro. Das entspreche weniger als einem Liter Kraftstoff, so Lottsiepen. Verbraucht der Wagen rund sieben Liter auf 100 Kilometer, kommt man damit keine 15 Kilometer weit. Berücksichtigt man noch den Fahrzeugverschleiß, rentieren sich nicht einmal 10 Kilometer Umweg.

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