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    Ablenkung ist Todesursache Nummer 1 – Studie: Smartphones töten

    Noch vor einigen Jahren war Alkohol am Steuer für die meisten Verkehrstoten auf deutschen Straßen verantwortlich. Mittlerweile ist jedoch die Ablenkung durch Smartphones und Infotainmentsysteme zur Todesursache Nummer 1 aufgestiegen.

    Nach Erkenntnissen der Allianz lassen sich Verkehrsunfälle in Deutschland zunehmend häufiger auf Ablenkung durch Smartph
    Nach Erkenntnissen der Allianz lassen sich Verkehrsunfälle in Deutschland zunehmend häufiger auf Ablenkung durch Smartphone-Nutzung zurückführen

    Smartphones töten – so einfach wie beunruhigend ist das Ergebnis einer aktuellen Sicherheitsstudie der Allianz. Vor allem die Ablenkung von Autofahrern durch die stark gestiegene Smartphone-Nutzung birgt mittlerweile ein höheres Unfallrisiko als Alkohol am Steuer.

    Eine Erkenntnis der Verkehrssicherheitsstudie aus dem Allianz Zentrum für Technik (AZT) ist, dass die Unfallgefahr steigt, wenn Fahrer statt auf den Straßenverkehr auf technische Geräte achten. So berichtet die Allianz, dass 60 Prozent der Fahrer, die in den zurückliegenden drei Jahren verunfallten, ihr Mobiltelefon während der Fahrt händisch nutzten. Bei Fahrern ohne Unfall liegt die Nutzungsquote bei nur 37 Prozent. In 2015 sind fast 3.500 Menschen auf deutschen Straßen bei Unfällen gestorben, 256 davon, weil einer der Unfallbeteiligten alkoholisiert war. Deutlich mehr Verkehrstote (etwa 350) sind laut Allianz auf Ablenkungsunfälle zurückzuführen.

    Galten früher Alkoholfahrten als Kavaliersdelikt, sind diese heute gesellschaftlich kaum mehr akzeptiert. Diese Haltung muss sich nach Ansicht der Allianz auch in Hinblick auf die Smartphone-Nutzung durchsetzen. Derzeit scheint sich jedoch kaum jemand um die geltenden Nutzungsverbote zu scheren. Fast die Hälfte aller Autofahrer sollen laut einer Umfrage Handyverstöße begehen. Fast Dreiviertel werden durch die Infotainment-Technik im Fahrzeug abgelenkt.

    Die Allianz begrüßt zwar, dass die Bundesregierung den sogenannten Handy-Paragrafen auf mobile Geräte ausweiten will, fordert aber noch weitergehende Maßnahmen. Unter anderem empfiehlt der Versicherer die Deaktivierung verschiedener Funktionen während der Fahrt wie etwa die Zielorteingabe bei Navis. Zudem fordert die Allianz eine Vereinfachung der Bedienergonomie in Autos sowie eine flächendeckende Aufrüstung von Assistenzsystemen, die helfen, Kollisionen zu verhindern.

    Mario Hommen/SP-X

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