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    Stark verbessert, aber nicht fehlerfrei – Gebrauchtwagen-Check: Opel Corsa D

    Der Opel Corsa zählt zu den beliebtesten Kleinwagenmodellen in Deutschland. Entsprechend groß ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Wer die kleinen Schwächen des Kleinwagens kennt, findet leicht ein gutes Exemplar.

    Der Opel Corsa zählt zu den besonders beliebten Kleinwagen
    Der Opel Corsa zählt zu den besonders beliebten Kleinwagen

    Die OPC Nürburgring Edition ist das Top-Modell des Corsa
    Die OPC Nürburgring Edition ist das Top-Modell des Corsa

    Als Neuwagen zählt der Opel Corsa D (2006 bis heute) bereits zu den dienstältesten Modellen auf dem deutschen Kleinwagenmarkt. Warum sollte man da nicht gleich zu einem Gebrauchten greifen? Aus zweiter Hand ist der Rüsselsheimer günstig und durchaus zuverlässig.

    Der Fünftürer wirkt eine Spur weniger sportliche als der Dreitürer
    Der Fünftürer wirkt eine Spur weniger sportliche als der Dreitürer

    Karosserie und Innenraum: Obwohl seine Premiere mittlerweile fast acht Jahre zurückliegt, kann sich der Corsa der vierten Generation noch immer sehen lassen. Das liegt nicht zuletzt an der erwachsenen Größe von mittlerweile exakt vier Metern. Leider übersetzt sich die äußere Länge nicht eins zu eins in den Innenraum. Vorne sitzt es sich zwar sehr luftig, hinten wird es aber eng. Zumindest der Gepäckraum kann aber mit bis zu 1.100 Litern Stauvolumen überzeugen. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, manchmal aber etwas lässig verarbeitet. Komplett überzeugen können hingegen die Sitze mit straffer Polsterung und gutem Seitenhalt. Neben dem betont sportlichen Dreitürer gibt es einen praktischeren Fünftürer, die beim Vorgänger noch aufgelegte Cabrio-Variante (Tigra Twin Top) hat sich Opel gespart.

    Der TÜV attestiert ordentliche Qualität
    Der TÜV attestiert ordentliche Qualität

    Motoren: Stolze 20 Motoren hat Opel über die Jahre für den Corsa angeboten. Die Leistung reicht dabei von mageren 44 kW/60 PS bis zu fast übertriebenen 155 kW/210 PS im Sportmodell OPC Nürburgring Edition. Die beste Wahl liegt wie meistens in der Mitte, etwa beim spritzigen und sparsamen 1,4-Liter-Benziner mit 66 kW/90 PS oder 74 kW/100 PS (ab November 2009), den es für Schaltfaule sogar in einer Automatikversion gibt. Wenn vor allem ein geringer Verbrauch wichtig ist, kommt auch einer der recht rauen Dieselmotoren in Frage. Besonders genügsam ist der 55 kW/75 PS starke 1,3-Liter-Motor, der allerdings nur maue Fahrleistungen bietet. Langstreckenfahrer sind mit dem 1,7-Liter-Triebwerk (92 kW/125 PS, ab 2010 96 kW/130 PS) besser bedient. Ebenfalls an sparsame Naturen wenden sich die beiden Autogas-Varianten mit 63 kW/85 PS und 66 kW/90 PS.

    Der Innenraum ist manchmal etwas lässig verarbeitet
    Der Innenraum ist manchmal etwas lässig verarbeitet

    Sicherheit und Ausstattung: Im heiß umkämpften Kleinwagenmarkt sparen die Hersteller zugunsten eines niedrigen Einstiegspreises gerne an der Ausstattung. Aber zumindest bei der Sicherheit macht Opel keine Kompromisse: Das Basismodell verfügt über vier, alle anderen über sechs Airbags. ESP ist ebenfalls immer dabei, seit 2009 wird die leistungsfähigere Variante ESP Plus eingebaut, die im Notfall drei statt nur ein Rad abbremst, um den Wagen in der Spur zu halten. Wer ein Mindestmaß an Komfortausstattung will, sollte aber die Hände von der Basisversion „Selection“ lassen und lieber die Linien „Edition“ oder „Innovation“ wählen. Letztere bietet auch das in dieser Klasse seltene Kurven- und Abbiegelicht.

    Qualität: Nach einer längeren Schwächephase ist Opel in den vergangenen Jahren wieder zur Qualität zurückgekehrt. Das gilt auch für den Corsa D, der seinen direkten Vorgänger in dieser Hinsicht klar übertrifft. Große Probleme macht der kleine Wagen nicht, dafür gibt es eine Reihe kleinerer Ärgernisse. Am häufigsten betrifft das die Radlager, vor allem bei den leistungsstarken Versionen mit mehr als 150 PS verschleißen sie schnell. Bei der Probefahrt sollte man daher auf die typischen Klopfgeräusche bei der Kurvenfahrt achten, mit denen sich Probleme ankündigen. Generell empfiehlt sich beim Test des Wunschfahrzeugs ein offenes Ohr: Denn häufig leidet der Corsa unter quietschenden Bremsbelägen und Fensterhebern sowie lauten Gebläsemotoren der Innenraumbelüftung. Bei Fahrzeugen aus dem Modelljahr 2010 sind zudem die Seile der Feststellbremse schlecht verlegt, wodurch diese nicht ihre volle Wirkung entfaltet. Opel hat daher im Zuge eines Rückrufs nachgebessert – die vorgenommenen Arbeiten lassen sich an einem grünen Aufkleber am Bremsflüssigkeits-Ausgleichsbehälter erkennen. Unterm Strich stellt der TÜV dem Corsa aber ein ordentliches Zeugnis aus. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Kleinwagen oft stark beansprucht, aber wenig gepflegt werden.

    Fazit: Der Corsa fährt sich erwachsen und hat auch bei der Qualität die Kinderkrankheiten der Vorgängergenerationen überwunden. Wie immer bei Kleinwagen sollte man sich das Wunschfahrzeug und möglichst auch den Vorbesitzer genau anschauen. Aber beim kleinen Opel ist die Auswahl so groß, dass wohl jeder ein passendes Exemplar findet. Die Preise starten aktuell bei knapp 4.000 Euro.

    Holger Holzer/SP-X

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