Pflege-Tipp

Zähne von Pflegebedürftigen mit Taschenlampe kontrollieren

Zähne brauchen Pflege – und Kontrolle. Das gilt auch im Alter und vor allem in der Pflege. Denn wenn sich jemand nicht mehr gut mitteilen kann, bleiben Probleme oft zu lange unentdeckt.

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Zähneputzen
Zähne brauchen Pflege – und Kontrolle. Das gilt auch im Alter und vor allem in der Pflege.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Baierbrunn (dpa/tmn) – Regelmäßige Zahnkontrollen sollten in der Pflege nicht aufhören – im Gegenteil. Denn im Alter häufen sich Probleme mit Mund und Gebiss sogar, warnt die Zeitschrift „Senioren Ratgeber“ (Ausgabe 3/2020).

Werden sie rechtzeitig erkannt, lässt sich oft Schlimmeres verhindern – zum Beispiel, dass aus Mundtrockenheit Karies entsteht oder dass Zähneknirschen, häufig nach einem Schlaganfall oder bei Demenz, Zähne abbrechen lässt.

Auch Pflegebedürftige sollten daher zweimal im Jahr zur Vorsorge zum Zahnarzt. Eventuell bietet der oder ein Kollege sogar Hausbesuche an? Pflegende Angehörige sollten sich aber nicht allein auf den Arzt verlassen, sondern die Zähne regelmäßig selbst auf Entzündungen und andere Probleme hin untersuchen. Denn gerade bei Demenz oder bestimmten Behinderungen können Betroffene oft nicht von sich aus mitteilen, wenn sie Schmerzen haben oder sich unwohl mit etwas fühlen.

Am besten klappt die Angehörigen-Kontrolle mit einer Taschenlampe. Wer Zahnfleischbluten oder abgebrochene Zähne, Druckstellen von der Prothese oder einen dicken Zungenbelag entdeckt, sollte einen Arzt um Rat fragen. Und auch andere, scheinbar harmlose Symptome können ein Zeichen ernsthafter Probleme sein: starker Mundgeruch etwa oder wenn jemand nicht mehr essen möchte.