Archivierter Artikel vom 07.04.2020, 16:25 Uhr

Ostergruß verschicken

Viele Blumenläden liefern trotz Corona

Viele Menschen können an Ostern ihre Verwandten nicht sehen – da wäre wenigstens ein Blumengruß schön. Doch in vielen Bundesländern dürfen Blumenläden nicht öffnen. Gibt es eine Alternative?

Lesezeit: 2 Minuten
Ostergruß verschicken: Viele Blumenläden liefern trotz Corona
Viele Floristen dürfen ihren Laden nicht mehr für den Kundenverkehr öffnen – ein Lieferservice ist aber möglich.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Gelsenkirchen (dpa/tmn) – Guten Nachrichten für alle, die zu Ostern einen Blumenstrauß an Verwandte und Freunde schicken wollen: Das ist weiterhin möglich.

Zwar dürfen wegen der Corona-Pandemie derzeit nur in sieben Bundesländern Blumenläden öffnen. Möglich ist dies – teils mit regionalen Einschränkungen – in NRW, Berlin, Hamburg, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, erklärt Nicola Fink vom Fachverband Deutscher Floristen. Aber auch in anderen Bundesländern sind viele lokale Floristen für ihre Kunden weiterhin da – mit einem neuen Vertriebsweg.

Auslieferung per Blumentaxi

„Etliche Blumengeschäfte haben kurzzeitig Webshops eingerichtet oder bereits vorhandene Webshops umfangreich ausgebaut“, so Fink. Statt direkt an der Ladentheke eine Bestellung aufzugeben, können Kunden nun kontaktlos einkaufen – also per E-Mail, Fax, Telefon, Whatsapp oder über soziale Netzwerke Sträuße bestellen.

Zudem gibt es bundesweit zahlreiche kreative Initiativen vor Ort: „Mehrere Gärtnereien haben ein sogenanntes Blumentaxi ins Leben gerufen“, nennt Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) ein Beispiel. Ein Anruf bei einem Geschäft am Wohnort der Verwandten und Freunden kann sich also lohnen.

Mindestens einen Tag vorher bestellen

Aber man sollte sich beeilen, zumindest wenn es um Lieferungen für das Osterwochenende geht: „Kunden sollten mindestens 24 Stunden Vorlaufzeit vor Auslieferung der Bestellung einplanen“, rät Fink vom Fachverband Deutscher Floristen. Steinborn vom ZVG ergänzt: „Wie lange Lieferungen grundsätzlich dauern, sei sehr unterschiedlich. Kunden sollten dies vor Ort erfragen.“

Auch überregionale Lieferdienste sind weiterhin tätig. Laut Fink sind etwa Bestellungen über Fleurop nahezu flächendeckend bundesweit möglich. Blume2000 weist auf seiner Kunden-Internetseite aber auf mögliche Einschränkungen hin: Die Blumenvielfalt sei reduziert und es gebe weniger Liefertermine als üblich. Neue Bestellungen seien außerdem erst nach Ostern wieder möglich auslieferbar.

Hintergrund: Bau- und Gartenbaumärkte haben nach Angaben des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) geöffnet in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie selbstproduzierende Gärtnereien in Sachsen und Sachsen-Anhalt.