Archivierter Artikel vom 14.12.2020, 14:10 Uhr

Mit Pudding und Pipette

So kommt die Medizin in den Kindermund

Ist die Medizin auf dem Löffel, ist der Kindermund oft ganz fest zu. Dann ist guter Rat teuer: Wie können Eltern es anstellen, dass nötige Medikamente dennoch geschluckt werden?

Lesezeit: 1 Minuten
Kind isst Pudding
Bittere Medizin im süßen Pudding: Wenn ein Baby Arzneimittel nicht schlucken will, müssen Eltern sich mit Tricks behelfen.
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Köln (dpa/tmn). Medizin ist meist kein Leckerbissen. Vor allem bei kleinen Kindern passt dann zwischen die Lippen noch nicht einmal eine Löffelspitze. Eltern können den Geschmack der häufig flüssigen Arznei aber tarnen, indem sie das Medikament zum Beispiel mit Pudding vermischen.

Welche Lebensmittel dafür geeignet sind, sollten Eltern aber auf jeden Fall mit dem Arzt oder Apotheker absprechen, rät der der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Um die Medizin sicher in den Mund zu bekommen, bieten sich eine nadellose kleine Spritze oder eine Pipette an. Damit das Kind seinen Mund etwas öffnet, kann man ihm sanft über die Wange streichen. Die Spritze wird seitlich in den Mund geschoben, gespritzt wird in die untere Wange, möglichst ohne an die Zunge zu kommen. So nimmt das Kind den Geschmack weniger wahr. Ein Streicheln unter dem Kinn fördert das Schlucken.

Kann das Medikament vor einer Mahlzeit eingenommen werden, öffnet das Kind den Mund vielleicht eher. Auf keinen Fall darf die Medizin in den Rachen gegeben werden, das Kind könnte sich verschlucken. Kindern im Schulalter verstehen schon einfache Erklärungen, warum sie etwas einnehmen müssen. Sie können außerdem vielleicht mit Punkten und am Ende einem Preis belohnt werden.

Unabhängig vom Alter gilt zudem: Hat das Kind seine Medizin eingenommen, darf es ausgiebig gelobt werden.

© dpa-infocom, dpa:201214-99-687435/2