Archivierter Artikel vom 04.08.2020, 15:30 Uhr

Was tun bei Trotzanfällen?

So besänftigen Eltern kleine Wutzwerge

Eine Impfung für Kinder gegen Trotzanfälle gibt es ja leider nicht. Also brauchen Eltern eine Strategie, um die stressigen vier bis fünf Minuten zu meistern. Wie gelingt die Deeskalation?

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Kleinkind mit Wutanfall
Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren: Der Trotzanfall eines Kleinkindes dauert in der Regel rund vier bis fünf Minuten.
Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn). Für den Wutanfall des Kleinkindes reichen oft schon kleine Dinge: Da will es sich jetzt nicht in den Buggy setzen, bekommt nicht das große Küchenmesser allein in die Hand oder darf beim großen Bruder nicht mitspielen. Damit solche Situationen nicht eskalieren, sollten sich Eltern für Trotz-Situationen schon vorher eine Strategie überlegen, rät die Webseite Eltern.de.

Zu der gehört es, erst einmal leiser zu reden, statt selber laut zu werden. Dann fasst man die Gefühle des Kindes in Worte und bietet eine Lösung an. Ein Beispiel: „Du bist wütend, weil du jetzt Schokolade willst. Und die gibt es als Nachspeise nach dem Essen.“ Dabei ist unbedingt das Wort „aber“ zu vermeiden. „Aber“ entfacht Widerstand.

Hilfreich sei, die Wut zu personifizieren. Mit Fragen wie „Wer ist eigentlich wütend? Der ganze Max? Oder sitzt das Wutmonster im Bauch, auf der Schulter, im Kopf und stachelt den armen Jungen an?“ können Mama und Papa an den vernünftigen Teil des Kindes appellieren. Und auch das Kind komme so besser aus der Nummer wieder raus: „Das war das Wutmonster, was mich geärgert hat.“

Schließlich sollten Eltern ihr verzweifeltes Kind nach dem Wutanfall in den Arm nehmen. So lernt es, dass Mama und Papa einen nicht allein lassen und auch lieb haben, wenn man wütend ist.

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Eltern.de mit Tipps gegen Trotzanfälle