Archivierter Artikel vom 05.08.2020, 16:20 Uhr

Keine hohen Teppiche

Mit Alzheimer sicher zuhause wohnen

Viele Menschen mit Alzheimer leben zuhause, und Angehörige stemmen die Pflege. Dazu gehört, sich die Wohnräume genau anzuschauen – damit sich Betroffene nicht in Gefahr bringen.

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Fuß unter einer Teppichkante
Vorsicht: Teppichkanten können für Menschen mit Alzheimer zur Stolperfalle werden.
Foto: Nicolas Armer/dpa/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) – Alzheimer führt nicht nur zu einem nachlassenden Gedächtnis und Störungen im Denk- und Urteilsvermögen. Betroffene haben auch einen zunehmenden Bewegungsdrang. Darauf weist der Verein Alzheimer Forschung Initiative hin und rät, Wohnräume entsprechend sicher zu gestalten.

Menschen mit Alzheimer neigen demnach dazu, häufiger irgendwo hinzulaufen. Zugleich ist ihr Orientierungssinn gestört. Es kann also gefährlich sein, wenn sie alleine unterwegs sind. Kindersichere Türgriffe oder Alarmmatten vor den Türen sind eine Möglichkeit, um diesem Risiko vorzubeugen.

Tür als Regal tarnen

Eine andere Möglichkeit: Eine Tür visuell verbergen – zum Beispiel, indem man das Bild eines Bücherregals auf ihr anbringt und sie dadurch auf den ersten Blick nicht als Tür erkennbar ist.

Mehr Sicherheit bringt auch das Markieren von Treppenstufen mit breitem, gelbem Klebeband. Elektrokabel, hohe Teppiche und weitere Stolperfallen entschärft man lieber, damit sich Betroffene in ihren vier Wänden gefahrlos bewegen können.

Wassertemperatur regulieren

Gummimatten oder rutschfeste Streifen auf dem Boden von Dusche oder Badewanne erhöhen ebenso die Sicherheit wie entsprechende Haltegriffe an der Wand. Um Verbrühungen vorzubeugen, markiert man Wasserhähne in blauer und roter Farbe und reguliert die maximale Wassertemperatur auf unter 45 Grad.

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