Archivierter Artikel vom 27.12.2019, 04:25 Uhr

Pflege-Tipp

Heikle Gespräche mit alternden Eltern auf Augenhöhe führen

Niemand redet gerne über das Älterwerden – schon gar nicht mit den eigenen Eltern. Und doch muss es manchmal sein. Dann ist vor allem wichtig, genug Zeit und Raum zu haben. Und Gefühle zuzulassen.

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Autofahren im Alter
Wenn die Kinder ein Problem damit haben, dass sich ihre betagten Eltern noch hinters Lenkrad setzen, sollten sie es offen ansprechen.
Foto: Felix Kästle/dpa

Berlin (dpa/tmn). Der Führerschein, den man eigentlich mal abgeben müsste. Der Toilettengang, der nicht mehr so klappt. Das Kochen, das langsam gefährlich wird. Rund um die Pflege gibt es viele Anlässe für heikle Gespräche. Auch und gerade zwischen Kindern und ihren Eltern sind die nicht immer leicht zu führen. Doch es gibt Methoden, die dabei helfen, heißt es im Magazin „Pflege daheim“ (Ausgabe 2/2019).

Wichtig ist vor allem, die Gespräche nicht unter Zeitdruck und zwischen Tür und Angel zu führen – denn heikle und emotionale Themen brauchen ihre Zeit. Und auch Gefühle brauchen Raum: Der Versuch, solche Gespräche auf einer sachlichen Ebene zu führen, ist vermutlich zum Scheitern verurteilt. Geht es an die persönliche Unabhängigkeit des Einzelnen, muss es fast zwangsläufig emotional werden.

Daher sollten die Teilnehmer an solchen Gesprächen von vornherein versuchen, aufrichtig und offen über Gefühle und Ängste zu sprechen. Konkrete Bitten sind gut, Forderungen dagegen schlecht. Und gutes, aufmerksames Zuhören ist ohnehin Pflicht. Auch ein Sprechen auf Augenhöhe kann helfen: Wenn ein Gesprächspartner liegt, sollte der andere also möglichst neben ihm sitzen – und nicht über ihm thronen.