Archivierter Artikel vom 20.02.2020, 11:30 Uhr

Von wegen süß

Drei Viertel verzichten nach Liebes-Aus auf Rache

Dass Rache süß ist, scheint nur ein Mythos zu sein – oder die Erfindung von Drehbuchschreibern. Denn wenn die Liebe zerbricht, sinnt die überwiegende Mehrheit nicht auf Revanche.

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Streit in der Beziehung
Das zahl ich dir heim – oder auch nicht. An dem oder der Ex nach dem Beziehungs-Ende Vergeltung zu üben, kommt laut einer Umfrage für 71 Prozent nicht infrage.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Hamburg (dpa/tmn). Wenn eine Partnerschaft zerbricht, verändern sich die Gefühle. Oft kribbelt es einem dann in den Fingern, der oder dem Verflossenen eins mitzugeben. Doch so süß scheint die Rache dann doch nicht: 71 Prozent sind laut einer Umfrage nicht an Vergeltung interessiert. Das geht aus einer Innofact-Umfrage hervor.

Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) denkt, dass sie solch einen Schritt sonst später bereuen würde. Sitzt der Schmerz aber richtig tief, würde ein Viertel (25 Prozent) Rache zumindest nicht ausschließen. Immerhin 15 Prozent haben bereits den Racheengel gespielt und Verflossene fürs Abservieren büßen lassen. Doch auch da hat die Hälfte (7 Prozent) die Revanche im Nachhinein bereut.

Dem oder der Ex zu zeigen, dass es einem ohne ihn oder sie besser geht, auch wenn es nicht stimmt, halten 27 Prozent dennoch für ein geeignetes Mittel. Eher zu den No-Gos zählt, dem oder der Ex einen Streich zu spielen (4 Prozent) oder peinliche Fotos oder Geheimnisse von der vergangenen Liebe zu verbreiten – diesen Weg würden nur 3 Prozent wählen. Mit zwei Prozent ist nur die Verbreitung falscher Gerüchte noch verpönter.

Im Auftrag der Partnervermittlung Parship hat Innofact 1037 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt.