Archivierter Artikel vom 25.11.2020, 13:05 Uhr

Aus der Schote oder der Fabrik

An diesen Bezeichnungen erkennt man echte Vanille

In vielen Weihnachtsrezepten kommt Vanille zum Einsatz. Das typische Aroma muss aber nicht unbedingt aus echten Schoten stammen. So liest man die Zutatenliste richtig.

Deklaration von Vanille
Vanillekipferl tragen das edle Gewürz zwar im Namen, müssen aber nicht unbedingt Teile der echten Schote enthalten.
Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

München (dpa/tmn). Teure Vanilleschote oder kostengünstigeres Aroma? Was im Vanillekipferl steckt, schmeckt ein Genießer womöglich heraus. Ansonsten hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Hier gibt es klare Vorgaben, erklärt der Tüv Süd.

Die hochwertigste Zutat sind „gemahlene Vanilleschoten“. „Vanilleextrakt“ und „natürliche Vanillearomen“ stammen ebenfalls zu hundert Prozent aus der echten Schote. Achtung: Auch wenn es ähnlich klingt, darf das „natürliche Vanillearoma“ im Singular zu fünf Prozent aus anderen Aromen oder Zusatzstoffen bestehen.

Darüber hinaus können weitere Begriffe auf der Zutatenliste stehen. Zum Teil sind sie rechtlich nicht definiert. Gesundheitlich sind diese Aromen unbedenklich. Aber mit der echten Vanilleschote haben sie nur zum Teil oder überhaupt nichts zu tun. Steht zum Beispiel „Vanillin“ auf der Packung, komme das in der Regel aus der Chemiefabrik, so der Tüv Süd.

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Pressemitteilung Tüv Süd