40.000
  • Startseite
  • » Ratgeber
  • » Finanzen & Beruf
  • » Beruf & Bildung
  • » Studienwahl ist schwieriger geworden
  • Aus unserem Archiv
    Köln

    Studienwahl ist schwieriger geworden

    Schulabgänger haben heute mehr denn je die Qual der Wahl, wenn sie sich für ein Studienfach entscheiden müssen. Denn im Zuge der Bachelor-Umstellung entstehen ständig neue Fächer.

    «Die Studienwahl ist dadurch schwieriger geworden», sagte der Berufsberater Lothar Dröge von der Agentur für Arbeit Aachen auf der Bildungsmesse Didacta (16. bis 20. März) in Köln. Für Jugendliche werde die Studienlandschaft immer unübersichtlicher: «Die Vielfalt erdrückt.»

    Auch gebe es immer mehr Anglizismen in Fächernamen. «Manche klingen wie aus einer Phrasendreschmaschine», sagte Dröge. Alle möglichen Fächer würden heute mit dem Begriff «Management» kombiniert - die Palette reicht vom Energie- über das Informations- bis zum Pflegemanagement. Teilweise würden solche Fächer «ohne Rücksicht auf den Arbeitsmarkt» entwickelt, sagte Dröge. So gebe es immer mehr Spezialfächer wie «Rescue Engineering», die anders als klassische Ingenieursfächer nur auf ein sehr schmales Berufsfeld vorbereiten.

    Traditionelle Disziplinen splitterten sich im Zuge dieser Entwicklung immer stärker auf. Statt BWL gibt es beispielsweise Fächer wie «European Business» oder «International Economics». Das könne später ein Nachteil sein, wenn der Arbeitgeber sie nicht kennt. «In dem Fall weiß der Arbeitgeber zum Beispiel nicht, ob er eher einen Volkswirt oder einen Betriebswirt bekommt.» Dann kämen Bewerber leicht in Erklärungsnot. «Und wenn ich dem Arbeitgeber etwas erst erklären muss, ist das immer schlecht.»

    Zum Teil eröffnen unterschiedliche Fächervarianten auch ganz verschiedene Berufswege, erläuterte Dröge: Wirtschaftsjuristen mit einem Bachelor zum Beispiel könnten später nicht als Anwalt arbeiten, weil sie keine Volljuristen sind.

    Jugendliche müssten daher genauer als früher hinschauen, wenn es darum geht, was ein Fach inhaltlich bietet. «Das ist wie bei einem Parfüm: Da darf man nicht nach der Flasche gehen, sondern muss eine Duftprobe nehmen», riet Dröge. Studienbewerber sollten also nicht nach dem Titel eines Fachs gehen, sondern sich anschauen, was auf dem Lehrplan steht. «Und wenn da vier Semester lang Mathe steht, dann ändert sich daran auch nichts, wenn das Fach 'Management' heißt.»

    /serviceline/beruf_bildung/
    Meistgelesene Artikel
    UMFRAGE
    UMFRAGE Jamaika ist passé: Wie soll's weitergehen?

    Nach der Aufkündigung der Jamaika-Gespräche durch die FDP: Wie soll es nun weitergehen?

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    • Lokalticker
    • Regionalsport
    • Newsticker
    Das Wetter in der Region
    Donnerstag

    9°C - 15°C
    Freitag

    7°C - 14°C
    Samstag

    3°C - 9°C
    Sonntag

    3°C - 6°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    Kneipensterben auf dem Dorf

    Nur noch etwa jedes zweite Dorf hat eine eigene Gaststätte oder Kneipe – und es werden immer weniger. Vermissen Sie die Dorfkneipe?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!