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München

Studie: Arztkarriere schlecht mit Mutterrolle vereinbar

dpa

Eine Arztkarriere ist noch immer schlecht mit der Mutterrolle vereinbar. Das hat eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) ergeben.

Der Umfrage zufolge sind zwar knapp zwei Drittel der gynäkologischen Assistenzärzte Frauen, aber nur 29 Prozent der Oberärzte sind weiblich. Gerade mal 4,4 Prozent der Chefärzte sind Frauen, ergab die am Dienstag (5. Oktober) auf dem DGGG-Kongress in München vorgestellte Studie.

Das größte Karrierehindernis für berufstätige Mütter sei die Pause einige Wochen vor und nach der Geburt, sagte die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Silvana Koch-Mehring, auf dem Kongress. Trotzdem hält sie Kinder und Karriere für vereinbar: «Gerade im Bereich der Gynäkologie sehe ich eine große Chance, weil sie immer mehr zur Frauensache wird.»

Auch Vorsorge und Früherkennung sind wichtige Thema auf dem Kongress der DGGG. Die Gesellschaft lädt alle zwei Jahre zum bundesweiten Treffen der Gynäkologen ein. Rund 4000 Fachmediziner tauschen sich vom 5. bis 8. Oktober in München aus. Auf dem Kongress geht es auch um Gewalt gegen Frauen, bestmögliche Vorsorgestrategien und neue medizinische Errungenschaften. Durch eine neue Methode sollen etwa an Brustkrebs erkrankte Frauen schon während der Operation bestrahlt werden und sich so eine wochenlange Nachtherapie ersparen.

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