40.000
Aus unserem Archiv
Essen

Schuppen auf dem Sakko unauffällig entfernen

dpa/tmn

Sein Gegenüber auf eine schiefsitzende Krawatte hinzuweisen, ist nach geltenden Etiketteregeln kein Muss. Dasselbe gilt auch für Schuppen auf dem Sakko.

«Etwas anderes ist es, wenn es zum Beispiel als Sekretärin zu meinem Aufgabenbereich gehört, einen Blick auf das Äußere meines Chefs zu haben», erklärt Hans-Michael Klein, Etikette-Experte aus Essen. «Aber bei einem Wildfremden muss ich nichts unternehmen.»

Es ist nett, Kollegen vor Peinlichkeiten zu bewahren. «Wenn jemandem etwas am Mundwinkel hängt, kann man diskret eine Bewegung zum Mund machen», sagt der Vorsitzende der Deutschen Knigge-Gesellschaft. «Mein Gegenüber macht das oft intuitiv nach.» Bei Schuppen auf dem Sakko funktioniert das ähnlich – mit der Hand kurz über die eigene Schulter streichen. Entweder wiederholt der andere die Geste, ohne darüber nachzudenken – oder versteht den dezenten Hinweis. Wenn das Verhältnis eng ist, ist es aber auch kein Problem, lächelnd auf den anderen zuzugehen und die Schuppen auf dem Sakko mit einer kurzen Geste zu entfernen.

Auch intimere Peinlichkeiten lassen sich diskret vermeiden, sagt Klein. Hat ein Kollege den Reißverschluss seiner Hose nicht zubekommen, könne man ihm im Vorbeigehen zuflüstern: «Offen gestanden gefällt mir ihre Hose gerade nicht besonders.» In solchen Situationen dürfe es aber keine Zuhörer geben.

/serviceline/beruf_bildung/
Meistgelesene Artikel
Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Mittwoch

5°C - 11°C
Donnerstag

3°C - 9°C
Freitag

2°C - 9°C
Samstag

0°C - 7°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Das Wetter in Koblenz
Mittwoch

4°C - 11°C
Donnerstag

3°C - 9°C
Freitag

2°C - 9°C
Samstag

0°C - 7°C
UMFRAGE
Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!