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Darmstadt

Für Berufs-Qualifikation gilt nationaler Standard

dpa/tmn

Ob eine berufliche Qualifikation hierzulande anerkannt wird, richtet sich nach deutschem Recht. Die nationalen Standards lassen sich laut einem Urteil daher nicht durch die Anerkennung eines Abschlusses im Ausland umgehen.

Das hat das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt entschieden (Aktenzeichen: L 4 KA 6/07), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt. In dem Fall hatte eine Österreicherin ein Psychologie-Diplom in Deutschland erworben. In ihrem Heimatland wurde es mit einem dortigen Magisterabschluss gleichgestellt. Außerdem bestätigte Österreichs Gesundheitsministerium der Frau, dass sie in ihrer Berufsbezeichnung neben «Psychotherapeutin» den Zusatz «Psychoanalyse» führen dürfe. Als sie aber psychoanalytische Behandlungen in Deutschland anbot, verweigerte die Kassenärztliche Vereinigung ihr die Abrechnung. Sie habe die entsprechende Fachkunde nicht nachgewiesen.

Das sahen die Richter genauso. Die Europäische Union gehe zwar davon aus, dass eine Qualifikation, die zum Ausüben eines Berufs in einem Mitgliedsstaat berechtigt, auch in anderen Mitgliedsstaaten ausreicht. Reicht aber eine hierzulande absolvierte Ausbildung nach deutschem Recht für eine Berufsausübung nicht aus, ändere daran auch eine Anerkennung in einem anderen EU-Land nichts.

Arbeitsrechtsanwälte suchen: www.ag-arbeitsrecht.de

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