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    Erfurt

    Ausbildungsplatzsuche 2013: Bewerben noch möglich

    Vielerorts hat das neue Ausbildungsjahr schon begonnen - trotzdem stehen immer noch rund 100 000 Jugendliche ohne eine Lehrstelle dar. Für sie ist es aber noch nicht zu spät, einen Platz zu finden.

    Azubi-Bewerber sollen nicht die Nerven verlieren
    Ein guter Start ins neue Ausbildungsjahr - selbst derzeit noch unversorgte Bewerber dürfen darauf noch hoffen.
    Foto: Markus Scholz - DPA

    Das neue Ausbildungsjahr hat vielerorts schon begonnen - es ist aber noch nicht zu spät, eine Lehrstelle zu finden. Bundesweit sind noch über 100 000 unbesetzte Lehrstellen gemeldet. Zugleich stehen ebenso viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz da. «Das Wichtigste ist nun, trotz des Zeitdrucks nicht kopflos zu werden», sagte Carsten Berndt. Als Berufsberater bei der Arbeitsagentur Erfurt begleitet er jedes Jahr rund 150 Jugendliche bei der Suche. Seiner Erfahrung nach finden viele auch im Oktober und sogar November noch einen guten und interessanten Platz - vorausgesetzt sie behalten die Nerven.

    Aus der Not heraus sind viele nun bereit, jede Leerstelle anzunehmen. Wer eigentlich Bürokaufmann werden wollte, stellt sich nun auch im Hotel für eine Lehre als Koch vor. Solche kopflosen Entscheidungen seien zwar verständlich - vor allem, wenn die Eltern drängeln. Doch Berndt rät davon dringend ab. Die Gefahr sei groß, dass die Jugendlichen die aus der Not gewählte Lehre abbrechen, weil die Ausbildung nicht zu ihnen passt.

    Zwar sei der Ansatz richtig, sich auch nach alternativen Ausbildungsplätzen umzusehen. Aber Jugendliche sollten darauf achten, dass sie im gleichen Berufsfeld bleiben. Wer zum Beispiel Bürokaufmann werden möchte, kann nach freien Plätzen für eine Lehre als Kaufmann für Bürokommunikation schauen. Hilfe bei der Suche finden Jugendliche bei den Berufsberatern der Arbeitsagenturen.

    Bleiben Bewerber trotz einer breiteren Suche unversorgt, rät Berndt zu einer Einstiegsqualifizierung. Statt einer Lehre machen Jugendliche in einem Betrieb dann zunächst ein bezahltes Praktikum. «Die Schulabgänger bekommen in dieser Zeit pro Monat mindestens 216 Euro», erzählte Berndt. Nach frühestens sechs und spätestens zwölf Monaten endet die Einstiegsqualifizierung in der Regel - und im Idealfall fangen die Jugendlichen als Lehrling im Unternehmen an.

    Wer auch so an keinen Ausbildungsplatz kommt, könne eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) in Betracht ziehen. Dort machen die Jugendlichen meist neun Monate in einer Bildungseinrichtung und in Firmen eine Art Berufsorientierung. Andere würden sich auch für ein Freiwilliges Soziales, Ökologisches oder Kulturelles Jahr bewerben, für ein paar Monate jobben oder ein Jahr ins Ausland gehen.

    Einstiegsqualifizierung

    Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

    Rechner zur Berufsausbildungsbeihilfe

    Liste Lehrlingswohnheime

    /serviceline/beruf_bildung/
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