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    Berlin

    Arbeitnehmer stecken mehr Freizeit in Weiterbildung

    Die Beschäftigten in Deutschland stecken mehr Zeit in betriebliche Weiterbildung - und zwar vor allem mehr Freizeit. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor.

    10 Stunden für die Weiterbildung
    Die Arbeitnehmer in Deutschland opferten im Jahr 2010 rund 10 Stunden ihrer Freizeit für die betriebliche Weiterbildung.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Durchschnittlich saß 2010 jeder Angestellte insgesamt 29 Stunden in Schulungen oder ließ sich bei der Arbeit weiterbilden, gut 7 Stunden mehr als drei Jahre zuvor. Wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft ermittelte, opferten sie dafür 10 Stunden ihrer Freizeit, mehr als doppelt so viel wie zuvor. Das Institut ist der Ansicht, dass die Beschäftigten vor allem Zeit genutzt hätten, die in der Krise durch Kurzarbeit und Überstundenabbau frei geworden sei.

    «Deutlich mehr Beschäftigte als früher konnten ihr Wissen erweitern, und sie tun es häufiger und länger als zuvor», sagte Direktor Michael Hüther am Montag (26. März) in Berlin. Das sei eine gute und ausbaufähige Basis, um gegen den Fachkräftemangel vorzugehen. Das Institut hatte Antworten von 2254 Unternehmen mit 2,7 Millionen Beschäftigten ausgewertet. Demnach sanken die Kosten der Unternehmen für Weiterbildung je Mitarbeiter um 1,7 Prozent auf 1035 Euro pro Jahr.

    83 Prozent der befragten Unternehmen bilden nach der Umfrage ihre Mitarbeiter weiter - je größer der Betrieb, desto höher die Quote. Nach einem krisenbedingten Rückgang wurde damit laut Umfrage der Stand von 2007 wieder erreicht.

    Rückzahlungsklausel nicht immer zulässig

    Viele Arbeitgeber sichern sich ab, wenn sie einem Mitarbeiter eine Weiterbildung finanzieren. Dieser muss sich dann verpflichten, die Kosten zurückzuzahlen, falls er innerhalb eines festgelegten Zeitraums kündigt. «Solche Rückzahlungsklauseln sind jedoch nicht immer zulässig», sagt Regina Steiner, Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Frankfurt. «Der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer nur dann zur Rückzahlung verpflichten, wenn er seine erworbene Qualifikation auch in anderen Jobs nutzen kann.» Das sei etwa bei Fortbildungen zu weit verbreiteten Computerprogrammen oder Sprachkursen der Fall. Geht es dagegen um ein PC-Programm, das nur in der Firma benutzt wird und bei einem Jobwechsel keinen weiteren Nutzen bringt, ist eine Rückzahlungsklausel unzulässig.

    Der Arbeitgeber darf den Mitarbeiter wegen der Weiterbildung auch nicht unangemessen lange an sich binden. «Die Daumenregel lautet, dass der Arbeitnehmer höchstens sechsmal so lange zur Rückzahlung der Kosten verpflichtet ist, wie die Ausbildung gedauert hat», erklärt Steiner. Hat die Ausbildung also einen Monat gedauert, dürfe der Arbeitnehmer höchstens sechs Monate lang zur Rückzahlung bei einer Kündigung verpflichtet werden.

    Außerdem muss sich der Anteil der zurückzuzahlenden Kosten mit der Zeit verringern. So müsse ein Mitarbeiter, der sofort nach der Weiterbildung kündigt, mehr zahlen als einer, der erst zwei Jahre später kündigt.

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