Archivierter Artikel vom 11.04.2019, 05:00 Uhr

Hauptdarsteller und Komparsen

Staudenbeete wie eine Bühne bestücken

Ein prächtig blühendes Staudenbeet ist eine Augenweide. Doch wie erzeugt man diese Wirkung beim Bepflanzen? Am besten stellt man sich das Beet wie eine Theaterbühne vor. Und los geht's:

Staudenbeet
Volle Pracht: In einem Staudenbeet sollte man mit Pflanzen nicht geizen.
Foto: Ina Fassbender – dpa

Appeltern (dpa/tmn) – Staudenbeete wirken besonders schön, wenn die Bepflanzung dicht erscheint und dennoch jede einzelne Staude, noch gut sichtbar ist. Das gilt gerade für ihre Blüten oder schmuckvollen Blätter. Daher kombiniert man am besten sogenannte Leit-, Begleit- und Füllstauden.

Das Beet kann man sich wie eine Theaterbühne vorstellen: Leitstauden sind die Hauptdarsteller, sie sind der Blickfang des Beetes. Diese Stauden sind die höchsten Gewächse im Beet und werden von niedrigeren Pflanzen eingerahmt.

Das sind die sogenannten Begleitstauden – quasi die Nebendarsteller mit Sprechrolle. Füllstauden schließen hingegen nur noch die Lücken im Bild, sie sind also die Komparsen. Dafür eignen sich Bodendecker gut.

In einem Staudenbeet sollte man mit Pflanzen nicht geizen, erklärt Ben van Ooijen, Landschaftsgärtner und Eigentümer des Ideenparks Die Gärten von Appeltern. Als Beispiel nennt er eine einzelne Duftnessel. Sie gehe in einem großen Beet optisch unter neben vielen weiteren, farbenprächtigen Stauden. Mehrere Duftnesseln, die als Block gesetzt werden, können den Blick jedoch auf sich lenken.