Kühler Kopf an heißen Tagen

Sonnenschutz am besten außen an den Fenstern anbringen

Die Sonne knallt aufs Fenster, die Räume heizen sich auf. Abhilfe schaffen Verschattungssysteme. Jalousie, Markise, Vorhang – welcher Sonnenschutz ist der Richtige?

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Fenster aus Sonnenschutzglas
Die Sonne kann Räume stark aufheizen. Dann ist der richtige Schutz wichtig. Eine Möglichkeit: Sonnenschutzglas. Fenster lassen sich so verdunkeln.
Foto: Econtrol/Bundesverband Flachglas /dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn). So schön die Sommersonne ist, sie kann auch belastend sein. Ihre Strahlen heizen Räume bei direkter Einstrahlung schon bei moderaten Außentemperaturen schnell auf. Doch als Schutz die Rollläden unten zu lassen und im Dunkeln bei Kunstlicht zu arbeiten, ist auch keine gute Lösung.

Markisen als Sonnenschutz
Die klassische Variante des Sonnenschutzes für Fenster: Markisen.
Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

„Große Fensterflächen liegen im Trend, denn sie bringen gesundes Tageslicht und Sonnenwärme ins Haus“, sagt Jürgen Benitz-Wildenburg vom Institut für Fenstertechnik. Trotzdem: Ohne Sonnenschutz lassen sich moderne Gebäude heute nicht betreiben. Denn gerade neuere Häuser sind so gut gedämmt, dass ohne Verschattungen die Sonne die Räume schon im Frühjahr sehr stark aufheizen kann.

Rollladen als Sonnenschutz
Auch eine Möglichkeit, um die Sonne draußen auszuschließen: Rollladen. Das verdunkelt allerdings die Wohnung stark im Gegensatz zu anderen Sonnenschutzvarianten.
Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tm

Verschattungssysteme, wie Rollläden, Außenjalousien, Markisen oder Fensterläden, schützen gut vor Hitze, weiß Martin Brandis, Energieberater der Verbraucherzentrale. „Da sie außen vor dem Fenster angebracht werden, lassen sie einen Großteil der Sonnenwärme erst gar nicht ins Haus.“ Ein weiterer Vorteil dieser Verschattungssysteme: Sie schützen gleichzeitig vor unerwünschten Einblicken Fremder durch die Fenster.

Jalousien als Sonnenschutz
Verschattungssysteme, wie automatische Jalousien, schützen gut vor Hitze.
Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

„Mit solchen außenliegenden Systemen kann die Sonneneinstrahlung im Raum um 60 bis 75 Prozent reduziert werden“, betont Frank Lange, Geschäftsführer des Verbands Fenster + Fassade.

Prof. Martin Brandis
Prof. Martin Brandis ist Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands in Berlin. Er kennt die gängigen Verschattungssysteme für Fenster.
Foto: Gert Baumbach/vzbv/dpa-tmn

Vorhang, Plissees und Co.: dunkel, aber warm

Jürgen Benitz-Wildenburg
Jürgen Benitz-Wildenburg vom Institut für Fenstertechnik.
Foto: Ift Rosenheim/dpa-tmn

Weniger wirksam, aber dennoch sinnvoll, sind innenliegende Sonnenschutzsysteme. Das sind Rollos, Plissees oder auch Vorhänge. Wer allerdings ausschließlich auf Innenschutz setzt, muss damit rechnen, dass die Räume wärmer werden als mit einem Außenschutz. Denn die Wärme kommt durch die Fensterscheibe ins Haus, und kann dort selbst durch speziell beschichtete Stoffe oder Lamellen nur teilweise nach außen reflektiert werden.

Jalousien im Scheibenzwischenraum der Fenster
Jalousien können auch im Scheibenzwischenraum der Fenster angebracht werden.
Foto: Pellini System/Bundesverband Flachglas /dpa-tmn

Eine weitere Möglichkeit: Sonnenschutzfolie. „Sonnenschutzfolien sind durchaus wirksam, vor allem, wenn sie außen auf die Scheibe geklebt werden“, sagt Brandis. Aber sie haben einen entscheidenden Nachteil: Sie verdunkeln den Raum. Und das stört vor allem im Winter, wenn es ohnehin schon wenig Tageslicht gibt.

Sonnenschutzfenster bei baulichen Veränderungen empfehlenswert

Wer sein Haus energetisch modernisieren oder gründlich sanieren möchte, kann auch über den Einbau von Sonnenschutzfenstern nachdenken. Sie lassen das Tageslicht hinein und reduzieren gleichzeitig die Wärmeeinstrahlung von außen.

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Sonnenschutzfenstern. „Beschichtete Gläser reflektieren und absorbieren die Sonnenstrahlen dank nahezu unsichtbarer Beschichtungen im Scheibenzwischenraum“, erklärt Lange. Dadurch sinkt der Energiedurchlass abhängig vom gewählten Glastyp um bis zu 50 Prozent.

Einen etwas anderen Weg gehen schaltbare Verglasungen. Sie verändern mittels Stromzugabe in mehreren Schritten ihre Farbe von glasklar bis beispielsweise hin zu einem tiefen Blau. Und bei der dritten Variante, den Systemen im Scheibenzwischenraum, werden Jalousien, Rollos oder Plissees in die Verglasung integriert.

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