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So kommt Ordnung in die Werkstatt

Die eigene Werkstatt ist für Hobby-Heimwerker ein Traum. Damit sich dieser nicht zu einem Alptraum der Unordnung wird, sollten Werkzeuge von Anfang an gut sortiert sein. Tipps zur Einrichtung.

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Ordnung in der Werkstatt
Schön ordentlich: Werkzeug, das oft benutzt wird, gehört griffbereit an die Wand.
Foto: Michael Müller Münker/Selbst ist der Mann/dpa-tmn

Berlin/Köln(dpa/tmn) – Die eigene Werkstatt zu Hause ist wohl der Wunsch eines jeden, der gern bastelt, bohrt und schraubt. Ob im Keller, in der Garage oder im Gartenhaus: „Für eine Werkstatt sollten mindestens neun Quadratmeter Fläche eingeplant werden“, sagt Mareike Hermann von der DIY Academy in Köln.

Ordnung in der Werkstatt
Die Werkbank ist das Kernstück der Werkstatt. Sie sollte in jedem Fall robust und standhaft sein.
Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn

Ideal für einen solchen Raum seien Tageslicht und Fenster zum Lüften sowie ausreichend Steckdosen, ein Wasseranschluss und ein kleines Handwaschbecken.

Ordnung in der Werkstatt
An einem aufgeräumten und gut sortierten Platz macht das Heimwerken gleich viel mehr Spaß.
Foto: tesa/DIY Academy/dpa-tmn

Die Werkbank: robust und stabil

Ordnung in der Werkstatt
Werkzeug an die Wand: Das geht entweder mit Haken oder einem selbstklebenden Klettband, das an einer Holzlatte befestigt wird.
Foto: tesa/DIY Academy/dpa-tmn

Die Werkbank ist das Kernstück der Werkstatt. Robust und standhaft sollte sie sein. „Gut geeignet ist daher ein stabiles Grundgerüst aus Kanthölzern und einer Arbeitsplatte aus Kernbuche“, sagt Hermann. Wenn die Platte etwas vorsteht, können an ihr Zwingen oder ein Schraubstock befestigt werden.

„Für kleinere Räume ist es oft sinnvoll, komplette Arbeitsschrankwagen herzustellen“, rät Gereon Bründt von der Zeitschrift „Selbst ist der Mann“. Das sind lange Korpusse mit feststellbaren Rollen unter der Arbeitsplatte.

„Der Vorteil eines solchen Wagens liegt darin, dass man ihn zum Bearbeiten sperriger oder langer Gegenstände auch mal von der Wand weg in den Raum schieben kann“, sagt er. Schränke und Schubkästen bieten zudem viel Stauraum für Werkzeuge und Materialien.

Die Arbeitszonen: frei und sortiert

Eine große Arbeitsfläche lädt dazu ein, Dinge liegenzulassen. Besser ist es, sie nach dem Werken wieder komplett zu räumen. „Beim Einrichten geht es darum, an welchem Ort ich welche Materialien thematisch ordne. So sollte man Schrauben an einem Platz zusammenhalten, gleiches gilt für Klebstoffe oder Schraubzwingen und auch für Holz oder Bleche“, sagt Bründt.

Entscheidend ist auch, wie das Licht auf die Arbeitsfläche fällt. „Als Rechtshänder beginne ich immer links und arbeite mich nach rechts fort, damit meine Hand keinen Schatten wirft“, erzählt er. Somit können am Ausgangspunkt links die Werkzeuge untergebracht sein.

Die Werkzeuge: häufig Benutztes an die Wand

Übersichtlich und griffbereit sind Schraubendreher, Hammer, Zangen und Sägen, die an der Wand über der Arbeitsfläche hängen. „Die klassische Lochwand ist eine Möglichkeit, viel praktischer ist jedoch eine Werkzeugwand mit schräg hinterschnittenen Aufhängeleisten“, sagt Experte Bründt.

Eine einfache Lösung zum Selbermachen ist eine Holzplatte mit Haken. „Da man die Haken nicht versetzen kann, eignet sich dies nur bei einem festen Werkzeugsortiment“, sagt Hermann.

Alternativ haften einige Handwerkzeuge auch an Metallleisten. Werkzeuge, die zu viel sind oder seltener genutzt werden, können in einem Werkzeugschrank auf Rollen verstaut werden, so die Expertin im Heimwerken.

Das Zubehör: Schrauben, Nägel und Dübel im Glas

Kleinteilige Verbrauchsmaterialien wie Schrauben, Nägel und Dübel kann man zum Beispiel in Marmeladengläsern unterbringen. „Der Deckel der Marmeladengläser wird unter ein Regalbrett geschraubt, das Glas mit Schrauben gefüllt und in den Deckel eingeschraubt“, erklärt Bründt. Durch das Glas weiß man immer, was drin ist. Für Scharniere, Topfbänder und andere größere Ersatzteile eignen sich transparente Kunststoffboxen mit Deckel.

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