Schwitzen daheim

Heimische Sauna bedarf nicht viel Platz

Saunieren während Corona? Fehlanzeige! Außer, man hat eine eigene Sauna Zuhause. Egal ob Haus, Miet- oder Ferienwohnung: Für die Schwitzkabine ist eigentlich überall Platz.

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Saunamodell von Corso
Perfekt auf das Baddesign abgestimmt ist dieses Modell von Corso.
Foto: Tom Bendix/Corso/Saunaverbände Wiesbaden/dpa-tmn

Bielefeld (dpa/tmn) – An kalten, dunklen Tagen im Herbst und Winter ist sie besonders beliebt: die Sauna. Sie ist gut für Leib und Seele, bietet Entspannung und Erholung. Sehr komfortabel ist natürlich gerade in Zeiten von Corona eine private Sauna.

Ausfahrbare Sauna
Wer keinen Platz hat, entscheidet sich für eine ausfahrbare Sauna. Das Modell S1 von Klafs fährt binnen 20 Sekunden automatisch per Knopfdruck zu einer vollwertigen Sauna aus.
Foto: KLAFS GmbH & Co. K – dpa

Besonders in diesem Jahr hätten sich viele Menschen dafür entschieden, sagt Hans-Jürgen Gensow vom Deutschen Sauna-Bund in Bielefeld. „Die heimische Sauna bietet gegenwärtig einfach mehr Freiheiten.“ Hinzu komme, dass die öffentlichen Saunaanlagen von Lockdowns betroffen und geschlossen sind, so dass das Saunieren nicht möglich ist.

Wellnessbereich im Wohnzimmer
Ein Traum von vielen Familien: Ein eigener Wellnessbereich. Das geht modern mit viel Glas, wie Klafs mit seinem Modell Aurora zeigt.
Foto: KLAFS GmbH & Co. KG/dpa-tmn

Darauf verzichten muss man aber nicht – vorausgesetzt, man hat eine eigene Sauna Zuhause. „Wer von den positiven, gesunden Effekten profitieren möchte, sollte sie regelmäßig besuchen, am besten mindestens zweimal wöchentlich“, empfiehlt Thorsten Damm, Geschäftsführer des Bundesfachverbands Saunabau, Infrarot- und Dampfbad in Wiesbaden.

Zwei Personen saunieren
Wellness daheim – dank eigener Sauna. Dass das auch elegant geht, zeigt beispielsweise das Modell Aurora von Klafs.
Foto: KLAFS GmbH & Co. KG/dpa-tmn

Sein Rat: Ideal seien zwei bis drei Gänge von zehn bis 15 Minuten bei Temperaturen von 80 bis 90 Grad. Wichtig ist die anschließende Abkühlung, denn der Sauna-Effekt entsteht durch das Zusammenspiel von Hitze und Kälte.

Modell Aura von Hersteller Klafs
Eine Sauna in den eigenen vier Wänden – für viele ein Traum, der aber wahr werden kann. Das Modell Aura von Hersteller Klafs ist nicht nur schön anzuschauen, sondern auch funktionell.
Foto: KLAFS GmbH – dpa

Wohin mit der Sauna in Haus und Wohnung?

Modell Talo von Klafs
Eine eigene Sauna: Das muss nicht unbedingt im Haus sein, man kann sich auch eine in den Garten setzen – hier das Modell Talo von Klafs.
Foto: KLAFS GmbH & Co. KG/dpa-tmn

Während die Sauna früher oft im Keller eines Einfamilienhauses untergebracht wurde, gibt es heute viel mehr Möglichkeiten. Moderne Saunen lassen sich sehr flexibel aus einzelnen Elementen zusammensetzen, so dass sich in fast jeder Ecke des Hauses ein Platz dafür findet. Unter Dachschrägen, in der ehemaligen Abstellkammer, im Badezimmer und sogar im Wohnzimmer kann man saunieren. Und natürlich im Garten.

Sauna S1 von Klafs
Sauna oder Schrank? Man muss schon zwei Mal hinsehen um zu erkennen, dass sich hier die Sauna S1 von Klafs versteckt.
Foto: KLAFS GmbH & Co. KG/dpa-tmn

Grundsätzlich gibt es drei Grundtypen von Saunen, die alle auch im privaten Bereich genutzt werden können. „Die klassische Sauna, auch finnische Sauna genannt, wird zwischen 80 und 110 Grad heiß und es herrscht eine geringe Luftfeuchtigkeit. Deshalb gibt es ab und zu einen Aufguss“, erklärt Damm.

Eine höhere Luftfeuchtigkeit, aber niedrigere Temperaturen sind in der Niedrigtemperatur- oder Biosauna üblich. „Auch dieser Saunatyp ist beliebt, denn sein Klima wirkt sich besonders positiv auf die Atemwege aus“, weiß der Sauna-Experte. Weniger verbreitet im privaten Bereich ist der dritte Grundtyp: das Dampfbad. Es hat relativ niedrige Temperaturen, dafür aber hundert Prozent Luftfeuchtigkeit.

Die Sauna in der Miet- oder Ferienwohnung anheizen

„Kleine Saunen sind sogar in Mietwohnungen nutzbar“, sagt Gensow. „Es gibt Modelle, die aussehen wie ein Schrank und sich per Knopfdruck zu einer Saunakabine ausfahren lassen. Die kann man bei einem Umzug einfach mitnehmen.“

Kompakte und für einen Umzug geeignete Saunen liegen im Trend, beobachtet auch Sauna-Experte Damm. Und er weiß auch: Saunen werden nicht nur in der eigenen Wohnung gern genutzt, sondern sind sogar auch in Ferienwohnungen ein komfortables Extra.

Zum Heizen der Saunen werden in den meisten Fällen Elektroöfen genutzt. Auch Holzöfen, wie sie ursprünglich in den Saunen der skandinavischen Länder üblich waren, sind bei echten Saunafans im Außenbereich beliebt.

Heute zimmert kaum noch ein Heimwerker seine Sauna selbst zusammen. Es geht viel einfacher. Auf dem Markt gibt es vollausgestattete Modelle – Technik inklusive. Und so steht der heißen Entspannung Zuhause nichts mehr im Wege.

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