Archivierter Artikel vom 25.06.2020, 05:05 Uhr

«Öko-Test»

Kaum ein Flüssigwaschmittel ist umweltfreundlich

Besonders ökologisch sind viele Flüssigwaschmittel nicht. Vor allem Duftstoffe oder Aufheller können schädlich für die Umwelt sein. Trotzdem kann jeder mit ein paar Tricks umweltfreundlicher waschen.

Öko-Test HomepageLesezeit: 2 Minuten
Flüssigwaschmittel selten umweltfreundlich
Auf die Dosis kommt's an: Wer Feinwaschmittel sparsamer verwendet, tut damit auch der Umwelt was Gutes.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Flüssigwaschmittel versprechen oft absolute Reinheit und einen frischen Duft, können allerdings auch umweltschädliche Substanzen enthalten.

In einer Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 7/2020) schnitt daher nur eines der getesteten 19 Flüssigwaschmittel mit „gut“ ab. Testsieger „Ecover Waschmittel Universal“ von Ecover kostet mit 30 Cent pro Waschgang doppelt so viel wie die günstigsten Produkte.

15 weitere Waschmittel bekamen die Note „befriedigend“. Darunter gehören das „Almawin Waschmittel“ von Almawin (26 Cent pro Waschgang) und das „Frosch Universal-Waschmittel“ von Erdal Rex (20 Cent pro Waschgang) zu den besten. Drei Waschmittel wurden nur mit „ausreichend“ bewertet.

Kritik an Duftstoffen und Aufhellern

Vor allem die verwendeten Inhaltsstoffe waren oftmals Grund für die schlechtere Bewertung. Denn in Bezug auf die Waschleistung wurden die meisten Produkte mit „gut“ bewertet – vor allem mit Rotweinflecken, Gras und Frittierfett kamen sie gut zurecht.

Ausnahmslos alle getesteten Produkte enthielten Parfüm. Duftstoffe sind laut „Öko-Test“ in der Umwelt oftmals schwer abbaubar und können allergische Reaktionen auslösen. Vor allem der Duftstoff Lilial sei bedenklich und gelte als fortpflanzungsschädigend.

Auch Aufheller, die weiße Wäsche noch weißer machen sollen, wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus. Sie sollen über Umwege ins Abwasser gelangen können und so die Umwelt belasten.

Umweltfreundliches Waschen

Auch wenn jeder Waschgang die Umwelt belastet, kann man mit ein paar Tricks seinen ökologischen Fußabdruck verringern. Neben der richtigen Dosierung – oftmals wird Waschmittel überdosiert – sollte man die Maschine immer so voll wie möglich beladen. Über die Wäsche in der Trommel sollte immer noch eine Hand hochkant passen.

Zudem hilft ein kalter Waschgang ebenfalls der Umwelt. 90 Prozent der verbrauchten Energie beim Waschen gehen laut „Öko-Test“ für das Erhitzen des Wassers drauf. Für die meisten Waschgänge reichen daher 30 Grad völlig aus.

© dpa-infocom, dpa:200624-99-550013/3

Öko-Test Homepage