Archivierter Artikel vom 06.05.2019, 17:07 Uhr

Nach der Zeitumstellung droht Post vom Anwalt – Falsche Mahnbescheide von Tankstellen

Spritklau ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt. Entsprechend groß ist der Schreck, wenn eine Tankstelle derartige Vorwürfe erhebt. Häufig sind sie jedoch falsch.

Immer wieder werden unschuldige Autofahrer für Spritdiebe gehalten
Immer wieder werden unschuldige Autofahrer für Spritdiebe gehalten

SP-X/Berlin. Mahnbescheide wegen Kraftstoffdiebstahls sind häufig nicht gerechtfertigt. Bundesweit sehen sich nach Recherchen des RBB-Magazins „Super.Markt“ immer wieder Autofahrer mit derartigen falschen Anschuldigungen konfrontiert. Bezahlen sollten sie Nachforderung und Strafe nicht.

Grund für die falschen Forderungen sind in vielen Fällen Fehler der Tankstellen bei der Überwachung des Tank- und Bezahlvorgangs – vor allem in Form von nicht korrekt eingestellten Uhrzeiten in den Überwachungskameras, die häufig rund um die Umstellungen zwischen Winter- und Sommerzeit vorkommen. Wer Opfer solch einer Verwechslung ist und Post von einem Anwalt erhält, sollte Ruhe bewahren. Die Tankstelle muss den Benzinklau zunächst eindeutig nachweisen, Verwechslungen sollten dann auffallen. Hilfreich kann es für solche Fälle auch sein, Kraftstoff immer mit Karte zu zahlen oder bei Barzahlung zumindest die Quittung aufzubewahren.

Holger Holzer/SP-X