Künftig zahlt Zugfahrzeug-Versicherung – Recht: Neuregelung der Haftung im Hängerbetrieb

Wenn ein Fahrzeug mit Hänger einen Unfall verursacht, mussten bislang in der Regel die Versicherungen von Zug-Kfz sowie dem Hänger zahlen. Jetzt soll nur noch einer haften.

Wird ein Unfall von einem Kfz im Hängerbetrieb verursacht, wird künftig vornehmlich die Versicherung des Zugfahrzeugs ha
Wird ein Unfall von einem Kfz im Hängerbetrieb verursacht, wird künftig vornehmlich die Versicherung des Zugfahrzeugs haften

SP-X/Wiesbaden. Die Haftungsfrage wird bei Fahrzeugen im Anhängerbetrieb ab sofort neu geregelt. Laut einer seit dem 17. Juli 2020 geltenden Gesetzesreform muss beim Unfallverursacher fortan in der Regel die Versicherung des Zugfahrzeugs und nicht mehr auch die des Hängers haften. Bisher sah die Regelung vor, dass sich die Versicherungen von Anhänger und Zugfahrzeug den Schaden teilen.

Die Gesetzesreform betrifft Auflieger von Sattelzügen, Wohnwagen als auch kleine Hänger mit Gartenabfällen. Die Versicherung des Anhängers wird demnach nur noch zur Kasse gebeten, sollte die Unfallursache vornehmlich auf den Hänger zurückführbar sein. Dies wäre zum Beispiel bei einem geplatzten Reifen am Anhänger der Fall.

Dank der Neuregelung sinkt für Versicherungsgesellschaften der Verwaltungsaufwand wie auch die Zahl der Schäden, für die Versicherungen von Anhängern aufkommen. Kfz-Versicherer wie die R+V haben deshalb angekündigt, ihre Haftpflichtbeiträge für Anhänger kurzfristig zu senken.

Mario Hommen/SP-X