Archivierter Artikel vom 10.07.2020, 14:07 Uhr

Kartellamt prüft Ladestrommarkt – Ausbau der E-Mobilität

Die Preissysteme an Ladesäulen sind kompliziert, die echten Kosten oft intransparent. Nun prüft das Bundeskartellamt die Situation auf dem wachsenden Markt.

Holger Holzer/SP-X
Bis zu 225 kW (größere Batterie 270 kW) Leistung kann der Taycan in seinen Akku saugen
Bis zu 225 kW (größere Batterie 270 kW) Leistung kann der Taycan in seinen Akku saugen

SP-X/Bonn. Das Bundeskartellamt nimmt sich den Ladestrom-Markt vor. Die Wettbewerbshüter haben nun eine Sektoruntersuchung im Bereich öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge eingeleitet. Die Maßnahme soll helfen, Wettbewerbsprobleme zu identifizieren, um einen Beitrag zu einem erfolgreichen Ausbau der E-Mobilität zu leisten.

Das Kartellamt will unter anderem den diskriminierungsfreien Zugang zu geeigneten Standorten für Ladesäulen und auch die konkreten Nutzungsbedingungen untersuchen. Außerdem sollen die verschiedenen Vorgehensweisen der Städte und Kommunen bei der Bereitstellung geeigneter Standorte und deren Auswirkungen auf den Wettbewerb zwischen den Betreibern von Ladestationen Thema sein. Nicht zuletzt sollen die Rahmenbedingungen für den Aufbau von Ladesäulen an den Autobahnen in den Blick genommen werden.

Zur Durchführung der Untersuchung wollen die Beamten die maßgeblichen Akteure in zwei Ermittlungsphasen befragen. Zunächst soll der Stand des Aufbaus der öffentlichen Ladeinfrastruktur ermittelt werden. Darauf aufbauend seien vertiefte Ermittlungen vorgesehen, die insbesondere auch Fragen des Zugangs von Mobilitätsdienstleistern und Ladekunden zu den Ladesäulen abdeckten, so die Behörde.

Holger Holzer/SP-X