Archivierter Artikel vom 27.04.2022, 17:07 Uhr

Behörden dürfen Fahrerlaubnis einziehen – Recht: Drogenfahrt mit dem E-Roller

Wer nach einer Partynacht nach Hause will, sollte nicht nur auf das Auto, sondern auch auf andere Verkehrsmittel verzichten. Zumindest solche, die man selbst fahren muss.

Von Holger Holzer/SP-X
Wer sein Auto in einer Duplex-Garage falsch abstellt, muss für Schäden selbst aufkommen.
Wer sein Auto in einer Duplex-Garage falsch abstellt, muss für Schäden selbst aufkommen.

SP-X/Würzburg. Wer unter Drogeneinfluss E-Roller fährt, muss mit dem Verlust des Pkw-Führerscheins rechnen. Wie das Verwaltungsgericht Würzburg entschieden hat, kann eine Ungeeignetheit zum Führen eines Kraftfahrzeugs bestehen.

In dem verhandelten Fall ging es um einen E-Scooter-Fahrer, der bei einer Verkehrskontrolle mit Cannabis- und Amphetamin-Spuren im Blut aufgefallen war. Die Behörde entzog ihm daraufhin die Fahrerlaubnis, wogegen er klagte. Ohne Erfolg: Dem Gericht zufolge war der Führerscheinentzug rechtmäßig. Der Kläger habe unter der Wirkung von Betäubungsmitteln mit einem Kraftfahrzeug am Straßenverkehr teilgenommen und sich dadurch als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen. Der Kläger sei zudem mindestens als gelegentlicher Konsument von Cannabis anzusehen, da nachweislich mehr als ein Konsumakt vorgelegen habe, wie „RA Online“ aus der Entscheidung zitiert. (Az.: W 6 K 21.1113)

Holger Holzer/SP-X