Aus zweiter Hand

Lohnt sich der Mitsubishi ASX mit langer Laufzeit?

Seit 2010 fährt der ASX auf deutschen Straßen. Aber auch kleinere Ausflüge abseits davon könnte der Mitsubishi unternehmen, vor allem, wenn er mit Allrad unterwegs ist. Wie schlägt sich der Japaner als Gebrauchter?

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Mitsubishi ASX
Kompakte Sache: Den etwas mehr als vier Meter langen ASX lässt Mitsubishi seit 2010 in seinem Programm rollen.
Foto: Mitsubishi/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn). Dem Mitsubishi ASX wohnt ein kleiner Widerspruch inne. ASX steht für Active Sport Crossover, der Hersteller selbst bewirbt das Modell aber Kompakt-SUV.

Trennscharf sind die hochbeinigen Fahrzeugtypen grundsätzlich ohnehin nicht mehr zu unterscheiden. Klarheit dagegen bei der Qualität des Japaners: Sowohl vom Tüv als auch vom ADAC gibt es gute Noten, wenn auch mit kleinen Abstrichen.

Modellhistorie: Der ASX startete 2010 in den Markt. Seit dem Baureihenstart hat es vier leichtere Updates gegeben, die das Modell unter anderem optisch und bei der Sicherheitsausstattung aufmöbelten. Bereits 2012 kamen auf technischer Basis des ASX die Modelle Peugeot 4008 und Citroën C4 Aircross heraus.

Karosserievarianten: Der Mitsubishi ASX ist ein eher kleines Kompakt-SUV mit Allradantrieb als Option – das allerdings nur in Verbindung mit dem größeren Dieselmotor.

Abmessungen: 4,30 m bis 4,38 m x 1,77 m bis 1,81 m x 1,62 m bis 1,64 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 419 l bis 1219 l.

Stärken: Gemütlich was vom Fleck ziehen, denn die Motoren sind wenig spritzig, aber die Anhängelast liegt zwischen 1,3 und 1,8 Tonnen. Bei der Hauptuntersuchung tritt der ASX grundsolide auf: Der „Auto Bild Tüv Report 2020“ schreibt, dass nur in wenigen Fällen der Tüv überhaupt Mängel am Fahrwerk oder an den Lenkgelenken feststelle. Auch in Sachen Licht sei bis auf vereinzelte Aussetzer bei den Blinkern „alles im grünen Bereich“. Ölverlust an Motor und Getriebe ist selten.

Schwächen: Leichte Schwächen diagnostizieren die Prüfer bei der Funktion von Fuß- und Feststellbremse, bei der dritten HU sind die Bremsscheiben auffällig. Mängel an Abgasanlagen kommen vor – das aber „weniger häufig als beim Durchschnitt“, so der Report.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt, der ASX gebe „insgesamt ein gutes bis sehr gutes Bild“ ab. Aufgrund schwankender Zulassungszahlen um die Mindestzahl, tauche das Kompakt-SUV jedoch nicht mit allen Jahrgängen in der Pannenstatistik des Clubs auf. Als Mängelschwerpunkte nennt der ADAC: Probleme mit Turbolader und Transpondern des Funkschlüssels bei den Erstzulassungsjahren 2011 und 2012, bei letzteren auch 2014.

Motoren: Benziner (Vierzylinder mit Frontantrieb): 86 kW/116 PS und 110 kW/150 PS ; Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 84 kW/114 PS und 110 kW/149 PS.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- ASX 1.6 MIVEC Intense (2013); 86 kW/116 PS (Vierzylinder); 95 000 Kilometer; 9800 Euro.

- ASX 1.6 DI-D Plus (2015); 84 kW/114 PS (Vierzylinder); 85 000 Kilometer; 11 600 Euro.

- ASX 2.2 DI-D Top 4WD (2014); 110 kW/149 PS (Vierzylinder); 101 000 Kilometer; 13 200 Euro.