Archivierter Artikel vom 17.12.2019, 05:35 Uhr

Gebrauchtwagen-Check

Der Kia Sportage (ab 2010)

Der Kia Sportage rollt schon seit 25 Jahren auf den deutschen Straßen. Wie schlägt sich der Koreaner ab der dritten Generation als Gebrauchtwagen?

Lesezeit: 2 Minuten
Kia Sportage (2014)
Positive Entwicklung: Die Qualitätskurve gebrauchter Kia Sportage zeigt spätestens mit der dritten Generation nach oben.
Foto: Kia/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn). Mit seiner Optik hat der Kia Sportage eine erstaunliche Karriere hingelegt: Anfangs exotisches Korea-SUV mit beschränkter Überzeugungskraft, biegt er spätestens seit der dritten Auflage bei den stark nachgefragten SUVs als durchgestyltes Konsensmobil um die Ecke.

Auch für Gebrauchtwagenkunden gibt es damit eine gute Nachricht: „Mit dem neuen Modell scheint sich der Sportage in der Zuverlässigkeit zumindest ähnlich positiv zu entwickeln wie beim Design“, berichtet der „Auto Bild Tüv Report 2020“. Aber auch vom Vorgänger gibt es gute Exemplare, wenn man auf die typischen Macken achtet.

Modellhistorie: Der Sportage wurde 1994 erstmals aufgelegt; die beiden hier betrachteten Generationen Nummer drei (Typ SL) und vier (Typ QL) starteten im Jahr 2010 beziehungsweise 2015 durch. Der SL erhielt 2014 eine Modellpflege; beim Nachfolger steht sie noch aus.

Karosserievarianten: Den Kia Sportage der dritten und vierten Generation gibt es ausschließlich als fünftüriges SUV.

Abmessungen: Typ SL: 4,44 m x 1,86 m x 1,64 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 465 bis 888 l ; Typ QL: 4,48 m bis 4,49 m x 1,85 m bis 1,86 m x 1,64 m bis 1,65 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 503 bis 1492 l

Stärken: Spätestens seit Auflage Nummer drei ist das Platzangebot ausreichend für Familien; seitdem kann sich das Modell auch in technischer Hinsicht mit der europäischen Konkurrenz messen. Fahrwerksseitig sorgen bei der Hauptuntersuchung (HU) vor allem Antriebswellen und Lenkanlage für wenig Ärger, auch Rost hebt die Mängelquote nicht an; Bremsleitungen und -schläuche werden fast nie beanstandet, so der Tüv-Report, ebenso zuverlässig ist die Auspuffanlage.

Schwächen: Die Achsenaufhängung wird schon bei der ersten HU überdurchschnittlich oft beanstandet, ab dem zweiten Pflichtcheck tritt erhöhte Mängelhäufigkeit bei den Bremsscheiben zutage, und Ölverlust wird zum häufigen Problem. In allen Jahrgängen gibt die Feststellbremse Anlass zum Nachbessern. Grundsätzlich schneidet der QL beim TÜV besser ab als sein Vorgänger SL.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Statistik: „Der Sportage ist in den älteren Jahrgängen schwach, je jünger, desto besser.“ Gut schneide das Modell mit Exemplaren vom Erstzulassungsjahr 2015 ab. Zu den Pannenschwerpunkten zählen demnach die Batterie (2011 bis 2015), die Kraftstoffpumpe sowie Zündkerzen (beides 2011).

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 97 kW/132 PS bis 130 kW/176 PS; Diesel (Vierzylinder, Front- und Allradantrieb): 85 kW/115 PS bis 136 kW/185 PS; Benziner des SL gibt es auch mit Autogasantrieb.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): – Sportage (SL) 1.6 GDI Attract 2WD (2012); 99 kW/134 PS (Vierzylinder); 124 000 Kilometer; 8075 Euro. – Sportage (SL) 2.0 CRDi Spirit 4WD (2015); 100 kW/135 PS (Vierzylinder); 93 000 Kilometer; 14 450 Euro. – Sportage (QL) 1.6 T-GDI GT Line 4WD (2016); 130 kW/176 PS (Vierzylinder); 63 000 Kilometer; 18 450 Euro.