«Empfehlenswertes Luxusmobil»

Der Audi Q7 glänzt beim Langzeit-Check

SUVs sind nicht immer große, schwere und sportliche Geländefahrzeuge. Die gibt es in vielen Größen, auch von Audi. Der Q7 ist aber das ältste und größte im Programm. Auf was achten Gebrauchtkäufer besser?

Audi Q7
Brause-Brocken: Mit dem großen, sportiven Q7 startete Audi sein SUV-Zeitalter. Mittlerweile beginnt das Programm beim Q2, geht über Q3 und Q5 sowie deren coupéhafte Sportback-Ableger und gipfelt im Q7
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Berlin (dpa/tmn). Der Q7 ist das größte SUV von Audi – seine raumgreifenden Eigenschaften machen es nicht unbedingt zum Stadtmobil. Umso imageträchtiger empfinden manche Fahrer das auch als Gebrauchtwagen noch teure Luxusmobil.

Aber man bekommt was fürs Geld: Bei der Hauptuntersuchung (HU) schneidet der Ingolstädter Schwergewichtler selbst bei den bei SUVs oft besonders belasteten Fahrwerkskomponenten gut ab.

- Modellhistorie: Auf den Markt rollte der Q7 im Jahr 2005, die betrachtete Zweitauflage ist seit 2015 im Handel. 2019 folgte die Modellpflege mit überarbeiteten Heck- und Frontpartien. Das Cockpit wurde modernisiert.

- Karosserievarianten: Der Q7 ist ein typisches SUV. Anders als viele Konkurrenten dieser Klasse gibt es ihn auch als Siebensitzer mit zwei Zusatzsitzen im Kofferraumabteil. Diese bieten zumindest Kindern genügend Platz. Eine Coupéversion, mit der sich der Q7 die technische Plattform teilt, vermarktet Audi als Q8.

Abmessungen (laut ADAC): 5,05 m bis 5,07 m x 1,97 m x 1,74 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 890 l bis 2075 l, (Hybridversion: 650 l bis 1835 l).

- Stärken: Laut „Auto Bild Tüv-Report 2021“ ist der Q7 ein „empfehlenswertes Luxusmobil“, was auch daran liege, dass die oft solventen Halter die Wartung nur selten schleifen ließen. Bei der HU liegen die Mängelquoten an Fahrwerkskomponenten für ein weit über zwei Tonnen wiegendes Auto niedrig. Bei jungen Exemplaren ab Baujahr 2017 monieren die Gutachter so gut wie nie Defekte an Feststell- und Betriebsbremse; kein Thema sind außerdem Ölverlust oder Rost, der Q7 ist vollverzinkt. Die Abgasuntersuchung (AU) besteht er in der Regel.

- Schwächen: In Sachen Fahrwerk kann vor allem ab der zweiten HU schon mal die Achsaufhängung schwächeln. Gleiches gilt für die Wirkung der Bremsanlage. Beim ersten Termin liegen Defekte an der Blinkanlage leicht über dem Durchschnitt.

- Pannenverhalten: Mit Blick auf seine Pannenstatistik mutmaßt der ADAC, beim Q7 habe es offenbar Anlaufprobleme gegeben – denn Exemplare vom Erstzulassungsjahr 2015 landen nur auf einem Platz im Mittelfeld der Datensammlung. Jüngere Q7 schnitten gut ab, ab Erstzulassungsjahr 2018 sogar sehr gut. Als einzigen Pannenschwerpunkt nennt der ADAC Probleme mit der Batterie (2015).

- Motoren: Benziner (Vier-, Sechs- und Achtzylinder, Allradantrieb): 185 kW/252 PS bis 373 kW/507 PS; Diesel (Sechs- und Achtzylinder, Allradantrieb): 160 kW/218 PS bis 320 kW/435 PS; Plug-in-Hybrid mit Benziner (Systemleistung): 270 kW/367 PS bis 335 kW/456 PS; Plug-in-Hybrid mit Diesel e-tron (Systemleistung): 275 kW/373 PS

- Marktpreise laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): Q7 3.0 TDI ultra (2015); 160 kW/217 PS (Sechszylinder); 153.000 Kilometer; 24.050 Euro. – Q7 3.0 TDI e-tron (2016); 275 kW/373 PS (Sechszylinder + Elektro); 134.000 Kilometer; 35.850 Euro. – Q7 55 3.0 TFSI quattro S line (2020); 250 kW/339 PS (Sechszylinder); 33.000 Kilometer; 54.900 Euro.

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