Zwei Drittel aus China – Seltene Erden

Seltenerdmetalle spielen auch in der E-Autoproduktion eine Rolle. Ein Großteil der importierten Metalle stammt aktuell aus China.

Von Holger Holzer, SP-X
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Seltene Erden kommen in sogenannten PSM-Elektromotoren zum Einsatz
Seltene Erden kommen in sogenannten PSM-Elektromotoren zum Einsatz
Foto: Yamaha

SP-X/Wiesbaden. China war 2022 der wichtigste Importeur für Seltene Erden. Dem Statistischen Bundesamt zufolge kamen zwischen Januar und November 66 Prozent der insgesamt 5.300 eingeführten Tonnen aus dem Reich der Mitte. Zweitwichtigster Lieferant war Österreich mit 21 Prozent Anteil, Estland lag mit 6 Prozent auf Rang drei. Die Menge der importierten Seltenen Erden hat sich gegenüber 2016 zwar fast halbiert, der Wert nahm jedoch nur um rund 14 Prozent ab.

Bei Seltene Erden handelt es sich um eine Gruppe von Metallen, die vor allem in der Elektronikindustrie gefragt sind. Anders als der Name nahelegt, sind sie aber keinesfalls selten; einige Seltenerdmetalle sind sogar ausgesprochen häufig in der Erdkruste zu finden. Benötigt werden sie unter anderem für Halbleiter, Plasma-Fernseher, Festplatten und LED-Lampen. Beim E-Auto finden sie sich vor allem in den Permanentmagneten bestimmter E-Motoren. Es gibt allerdings auch Motoren, die ohne Permanentmagnete und Seltenerdmetalle auskommen.

China hat die Extraktion von Seltenerdmetallen in den vergangenen Jahren auch aus strategischen Gründen mit Macht vorangetrieben. Der Abbau dort gilt als wenig umweltverträglich. In westlichen Ländern hingegen gelten strengere Auflage.

Holger Holzer/SP-X
Archivierter Artikel vom 24.01.2023, 12:07 Uhr