Wie sich Auto-Scheinwerfer aufrüsten lassen – Leser fragen – Experten antworten

Im Herbst und im Winter sind gute Scheinwerfer wichtig. Bei vielen Autos ist das Nachrüsten besserer Leuchtmittel möglich.

Von Holger Holzer, SP-X
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SP-X/Köln. Frage: Ich hätte für mein Auto gerne ein besseres Abblendlicht. Ist so etwas nachrüstbar?

Antwort von Thomas Schuster, Kraftfahrzeugexperte der Sachverständigenorganisation KÜS: Seit einigen Jahren lässt sich Halogen-Licht tatsächliche durch die hellere LED-Technik ersetzen. Die neuen Lampen schaffen stärkere Kontraste und erreichen höhere Reichweiten. Die Kosten sind mit rund 200 Euro für ein Set inklusive Steuergerät noch überschaubar. Allerdings gilt das auch für das Angebot, da nur wenige Hersteller die Technik im Programm haben – und dann auch nur für ausgewählte Pkw-Modelle.

Wer nicht gleich das große Upgrade will, kann auch die Lichtquelle in seinen Scheinwerfern durch eine gleicher Bauart ersetzen. Bei Halogen-Leuchtmitteln gibt es große Qualitätsunterschiede. In der Regel lohnt es sich, beim Lampenkauf auf die etwas teureren Markenprodukte zurückzugreifen. Bei der Auswahl können auch die regelmäßig in Zeitschriften veröffentlichten Tests helfen.

Seit einiger Zeit sind auch Lampen mit bläulichem Licht erhältlich, das häufig als ‚Xenon-Effekt‘ beworben wird. Da die Lichtfarbe dem Tageslicht recht ähnlich ist, empfinden manche Autofahrer derartige Lampen subjektiv als besonders angenehm. Die tatsächliche Lichtausbeute ist allerdings nicht unbedingt besser als bei normalen Halogen-Lampen. Wunder darf man hier definitiv keine erwarten. Entsprechend vollmundige Versprechen – vor allem im Internet – sind daher mit Vorsicht zu genießen.

Wichtigste Voraussetzung für gutes Licht sind mitunter saubere Scheinwerfer. Die Streuscheiben oder Klarglas-Abdeckungen sollten daher möglichst schmutzfrei gehalten werden. Außerdem können kleinste Beschädigungen der Scheinwerferabdeckscheibe für Streulicht und sogar Blendung sorgen. Da hilft dann meist nur der Austausch der Scheinwerfer, da ein Bearbeiten auf Grund der Bauartgenehmigung des Bauteils verboten ist.

Holger Holzer/SP-X
Archivierter Artikel vom 29.09.2022, 16:07 Uhr