Archivierter Artikel vom 02.02.2021, 04:25 Uhr

Batteriewartung

Wie pflege ich meine Autobatterie?

Besonders im Winter machen viele Autobatterien schlapp. Wer dem kleinen Kraftspender ein wenig Aufmerksamkeit schenkt, kann die Lebensdauer des Verschleißteils erhöhen.

Autobatterie richtig pflegen
Kraftpaket im Motorraum: Autofahrer sollten das Gehäuse und die Pole der Batterie immer sauber halten.
Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Erfurt (dpa/tmn). „Klack, klack“ – Sie kennen das Geräusch, wenn die Autobatterie nicht mehr genug Saft hat, um den Anlasser für den Motorstart in Schwung zu bringen? Gerade in den Wintermonaten leiden manche Autos unter einer schwächelnden Autobatterie.

Minusgrade, Kurzstrecken und zusätzliche elektrische Verbraucher wie Licht oder Sitzheizung belasten die Batterie und können in Summe zu Problemen beim Motorstart führen. Fahrzeugexperte Achmed Leser vom Tüv Thüringen erklärt, was dabei zu beachten ist und mit welchen Vorkehrungen die Fahrzeugbatterie möglichst lange hält.

„Auch wenn moderne Fahrzeuge heutzutage über sogenannte wartungsfreie Batterien verfügen, bedeutet das nicht, dass man dem Elektrizitätsspeicher keinerlei Aufmerksamkeit mehr schenken muss“, sagt der Autoexperte. „Autofahrer sollten daher nicht nur im Winter den Zustand der Batterie regelmäßig überprüfen.“

Auch sollte der Kraftspender mindestens einmal im Jahr gereinigt werden. Die Anschlusspole und Kabelklemmen sollten vor Korrosion geschützt werden. Polfett ist dabei weiterhin das Mittel der Wahl: „Das Polfett schützt Pole und Klemmen vor Korrosion“, sagt Leser. „Weiße Oxidschichten an den Batteriepolen sowie Verschmutzungen und Salzablagerungen können Kriechströme verursachen, die wiederum zu einer schleichenden Entladung führen.“

Wenn die Batterie eine Spazierfahrt nötig macht

Viele Kurzstreckenfahrten und lange Standzeiten führen zu einer schleichenden Entladung der Batterie. Gerade im Winter lädt die Lichtmaschine die Batterie weniger stark, da sie die zusätzlich zugeschalteten wintertypischen Verbraucher mitversorgen muss. Fällt die Batteriespannung bei einem 12-Volt-Bordnetz unter 12 Volt, muss die Batterie nachgeladen werden. „Moderne Fahrzeuge zeigen einen kritischen Ladezustand der Batterie an“, sagt Leser.

„Wer keine Möglichkeit hat, die Batterie mit einem Ladegerät zu laden, sollte spätesten jetzt eine längere Strecke mit dem Fahrzeug zurücklegen“, rät der Experte. Bei der mindestens halbstündigen Fahrt bleiben unnötige Stromfresser wie Heckscheibenheizung, Radio oder Sitzheizung allerdings aus. „So kann die Lichtmaschine die Batterie schneller wieder aufladen.“

Worauf muss ich beim Nachladen der Batterie achten?

Wer die Batterie selbst mit einem Ladegerät nachladen möchte, sollte unbedingt die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs und des Ladegeräts beachten. Das Ladegerät muss zur Batterie passen. Die Batteriewartung ist bei modernen Fahrzeugen mit Batteriemanagement und Start-Stopp-Funktion lange nicht mehr so einfach wie bei älteren Fahrzeugen. Sowohl der Ausbau der Batterie als auch das Laden im eingebauten Zustand sind nicht zu unterschätzen: Bei falscher Handhabung können dabei kostspielige Schäden an der Fahrzeugelektrik entstehen. Unversierte Personen holen sich bei Batterieproblemen lieber Hilfe in einer Fachwerkstatt.

„Generell müssen beim Hantieren an der Batterie Zündung, Motor und alle elektrischen Verbraucher ausgeschaltet sein“, so Leser. „Außerdem sind aufgrund der Verätzungsgefahr immer eine Schutzbrille und säurefeste Handschuhe empfehlenswert.“ Wird die Batterie abgeklemmt oder ausgebaut, muss diese bei modernen Fahrzeugen danach wieder an das Batteriemanagement angelernt werden. Hierfür ist oftmals Spezialwerkzeug nötig.

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