Archivierter Artikel vom 15.10.2021, 13:07 Uhr

Wie in den Neunzigern – Pkw-Markt in Europa

Der Mangel an Chips in der Automobilproduktion macht sich bei den Pkw-Verkäufen bemerkbar. Der Rückgang ist so groß wie zuletzt vor 26 Jahren.

Im ersten Halbjahr 2020 sind die Pkw-Verkäufe nach Auswertung des Branchenverbands VDA weltweit so stark wie noch niemal
Im ersten Halbjahr 2020 sind die Pkw-Verkäufe nach Auswertung des Branchenverbands VDA weltweit so stark wie noch niemals zuvor zurückgegangen

Der Produktionsrückgang ist so groß wie zuletzt vor 26 Jahren
Der Produktionsrückgang ist so groß wie zuletzt vor 26 Jahren

SP-X/Brüssel. Der europäische Pkw-Markt ist nach August auch im September ins Minus gerutscht. 718.598 Neuzulassungen in der EU entsprechen einem Rückgang um 23,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie der Branchenverband ACEA mitteilt. Gleichzeitig ist dies der niedrigste Wert seit September 1995. Die Gründe für den starken Rückgang liegen vor allen Dingen an den Produktionsschwierigkeiten durch das Fehlen von Chips.

Auf jedem der vier größten Märkte ging es zweistellig abwärts; am stärksten war das Minus in Italien mit 32,7 Prozent, gefolgt von Deutschland (minus 25,7%), Frankreich (minus 20,5 %) und Spanien (minus 15,7 %).

Die Bilanz der ersten neun Monate 2021 bleibt durch die deutlichen Zuwächse zu Beginn des Jahres positiv. 7,5 Millionen Neuzulassungen entsprechen einem Zuwachs gegenüber dem stark von Corona geprägten Vorjahr um 6,6 Prozent. Getragen ist das Ergebnis von Italien mit einem Plus von 20,6 Prozent, Spanien (plus 8,8 P%) und Frankreich (plus 8 %). Der deutsche Automobilmarkt rutschte dagegen in den negativen Bereich (minus 1,2 %).

Elfriede Munsch/SP-X