Weniger Pendler, Freizeitverkehr stabil – Mobilitätsstudie

Es muss nicht immer das Auto sein, um von A nach B zu kommen. Für viele sind die Alternativen aber keine.

Die Corona-Pandemie hat das Mobilitätsverhalten der Menschen in Deutschland nachhaltig verändert
Die Corona-Pandemie hat das Mobilitätsverhalten der Menschen in Deutschland nachhaltig verändert

SP-X/München. Die Corona-Pandemie hat das Mobilitätsverhalten der Menschen in Deutschland nachhaltig verändert. Vor allem im beruflichen Umfeld. So geht der Anteil der Beschäftigten, die an fünf Tagen in der Woche zur Arbeit fahren, dauerhaft von 39 auf 28 Prozent zurück. „Das veränderte Reiseverhalten setzt Mobilitätsanbieter unter Druck, das Fahrtenvolumen aufrechtzuerhalten und angesichts der derzeitigen Nutzung wieder zu steigern“, erklärt Patrick Valentin, Senior Director bei Simon-Kucher & Partners. Das Unternehmen hat in der Studie „Travel Trends 2021“ das Mobilitätsverhalten vor allem im Bezug auf öffentliche Verkehrsangebote untersucht.

40 Prozent aller Befragten haben bislang noch keine Alternative zu ihrem privaten Pkw genutzt. Selbst in Städten mit gut ausgebauten ÖPNV und einem großen Angebot an alternativen Mobilitätslösungen von Carsharing bis E-Scooter greifen nur rund Zweidrittel (65 %) der Befragten auf solche Angebote zurück.

Wenn öffentliche Verkehrsmittel oder alternative Mobilitätsmittel genutzt werden, dann mehrheitlich (54 %) meist in der Freizeit an Wochenenden oder abends. Daneben nutzen 46 Prozent der Verbraucher die Alternativen für den Weg von und zur Arbeit. Ein Drittel der Befragten gab an, mit diesen Verkehrsmitteln im Rahmen von Geschäftsreisen unterwegs zu sein.

Eine gute Chance für neue Mobilitätsangebote sehen die Analysten in Angeboten, bei denen sowohl herkömmliche als auch neue Mobilitätslösungen in einem Abonnement enthalten sind.

Günter Weigel/SP-X