Verkehr

Was Autofahrer auf der Landstraße beachten müssen

Die herbstlichen Alleebäume leuchten kunterbunt, die Sonne blinzelt durch die Blätterkronen. Das sieht schön aus, erfordert aber von Autofahrern Konzentration. Worauf es dabei ankommt.

Gefährliche Landstraße: Auf was Autofahrer achten müssen
Traum und Albtraum: Landstraßen führen oft malerisch durchs Gelände, bergen aber zugleich viele Gefahren für Auto- und Motorradfahrer.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn

München (dpa/tmn). Auch wenn eine Fahrt auf der Landstraße als idyllisch gilt, lauern hier unterschätzte Gefahren. So kommt es bei Überhol- und Abbiege-Manövern beim Abschätzen von Entfernungen und dem Tempo anderer Fahrzeuge laut Tüv Süd immer wieder zu Fehleinschätzungen – mit schweren Folgen.

Oft kämen Fahrzeuge dabei von der Fahrbahn ab, prallten mit dem Gegenverkehr zusammen oder mit einem Baum. Daher sollte nur bei einsehbarer Strecke überholt werden.

Beim Überholen ist auch an das jeweilige Tempolimit zu denken. 700 Meter Sichtweite seien bei Überholmanövern nötig. Das ist so viel wie der Abstand von 14 Leitpfosten am Rand. Um genug Platz zu haben, müsse ein Auto 100 km/h fahren, um einen 60 km/h schnellen Lkw zu überholen. Das sei nur an wenigen Stellen möglich.

Nehmen Sie sich Zeit!

Die gefährliche Eile lohnt zudem meist nicht. „Im günstigsten Fall sind es nur zehn Prozent der Fahrtzeit, die man herausfährt, mithin bei einer Strecke von 20 Kilometern lediglich eineinhalb Minuten“, äußert sich Tüv Süd-Fachmann Karsten Graef.

Zusätzliche Gefahren gehen von Wildwechseln und speziell im Herbst von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf der Straße aus. Letztere sind oft breiter und langsamer als andere und können auch Schmutz auf die Fahrbahn bringen. Der wiederum kann Auto- und besonders Motorradfahrern eine gefährliche Rutschpartie bereiten.

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