Archivierter Artikel vom 01.04.2022, 16:07 Uhr

Reif für die Kleinserie – Wasserstoff-Sportwagen Matador MH2

Damit elektrische Sportwagen kein Reichweitenproblem bekommen, wäre ein Brennstoffzellenantrieb ideal. Der 600 PS starke Matador MH2 zeigt, wie das gehen könnte.

Von Mario Hommen/SP-X
Bislang nur ein Konzept: Der elektrische Supersportwagen Matador MH2
Bislang nur ein Konzept: Der elektrische Supersportwagen Matador MH2

SP-X/Brastislava. Für eine Sportwagenmarke wäre Matador ein eigentlich passender Name, verspricht er doch Kühnheit und südländisches Flair. Tatsächlich steckt dahinter die Matador Group – ein in der Slowakei beheimateter Zulieferer der Autoindustrie. Dieser versorgt Autohersteller nicht nur mit Fahrzeugteilen, sondern entwickelt neuerdings auch ganze Autos, wie das Sportwagen-Konzept MH2 beweist.

172 Kilometer Reichweite zeigt der Bordcomputer des MH2 an
172 Kilometer Reichweite zeigt der Bordcomputer des MH2 an

Der MH2 hat ein Mittelmotor-Layout mit E-Antrieb und Brennstoffzellentechnik. Die Leistungseckdaten der Brennstoffzelle sowie die Speicherkapazität des Wasserstoff-Niederdrucktanks werden nicht genannt. Verraten werden ohnehin nur wenige technische Daten wie 450 kW/600 PS Motorleistung, eine Sprintzeit von 3,9 Sekunden bis Tempo 100 und 250 km/h Topspeed.

Auf der Lenkradsäule befindet sich ein Minidisplay, das fahrrelevante Informationen anzeigt
Auf der Lenkradsäule befindet sich ein Minidisplay, das fahrrelevante Informationen anzeigt

Knöpfe und Schalter sind an dem wohnlich wie sportlich eingerichteten Arbeitsplatz Mangelware. Stattdessen gibt es Displays, Touchflächen und einen insgesamt ansehnlichen Materialmix.

Die Materialien im Innenraum wie auch die Verarbeitung wirken wie bei einem Serienfahrzeug
Die Materialien im Innenraum wie auch die Verarbeitung wirken wie bei einem Serienfahrzeug

Die von Matador veröffentlichten Fotos lassen auf ein seriennahes Qualitätsniveau schließen. Doch ob es zu einer Serie kommen wird, bleibt abzuwarten. Offiziell ist sie nicht vorgesehen. Laut Matador verkörpert der MH2 die höchste Stufe eines Showcars und ist damit noch kein voll funktionsfähiger Prototyp. Seine Aufgabe sei es, zukünftige Technologien aufzuzeigen, die in den kommenden Jahren realisiert werden.

Der MH2 soll dank seines Aerodynamikkonzepts besonders windschlüpfig sein
Der MH2 soll dank seines Aerodynamikkonzepts besonders windschlüpfig sein
Mario Hommen/SP-X