Archivierter Artikel vom 06.08.2021, 13:07 Uhr

Rallye-Roadster – Morgan Plus Four CX-T

Wohl keiner würde auf die Idee kommen, mit einem Sportwagen von Morgan auf Wüstensafari zu gehen. Außer Morgan selbst.

Morgan baut auf Basis des Plus Four acht Exemplare der Offroad-Version C-XT
Morgan baut auf Basis des Plus Four acht Exemplare der Offroad-Version C-XT

Im Heck des Morgan CX-T lassen sich viele für Abenteuerreisen praktische Dinge unterbringen
Im Heck des Morgan CX-T lassen sich viele für Abenteuerreisen praktische Dinge unterbringen

SP-X/Malvern. Die kleine Autohersteller Morgan ist immer mal wieder für Überraschungen gut. Neuester Coup der Briten ist der Plus Four CX-T, bei dem es sich im Kern um ein klassisches Modell der Sportwagenschmiede handelt, das jedoch für den Einsatz abseits befestigter Straßen optimiert wurde. Von dem Wüstenbezwinger will Morgan acht Exemplare zum Stückpreis von umgerechnet rund 238.000 Euro bauen.

Inklusive deutscher Mehrwertsteuer kostet der Morgan Plus Four CX-T fast 240.000 Euro
Inklusive deutscher Mehrwertsteuer kostet der Morgan Plus Four CX-T fast 240.000 Euro

Basis für das eigenwillige und auf ein sehr spezielles Kundenprofil zugeschnittene Modell ist der 2020 eingeführte Plus Four, der auf der neuen CX-Plattform aufsetzt. Für den Umbau zum geländegängigen CX-T ist Morgan eine Kooperation mit Rally Raid UK eingegangen, einem Hersteller von Dakar-Rennwagen. Gemeinsam mit Morgan haben die Offroad-Spezialisten ein Fahrwerkspaket entwickelt, das auf höhere Robustheit, Stabilität und Traktion ausgelegt wurde und außerdem mehr Bodenfreiheit und längere Federwege bietet. Einige der verwendeten Teile, etwa das Gewindefahrwerk, kommen normalerweise in Off-Road-Wettbewerbsfahrzeugen zum Einsatz. Selbst felsiger Untergrund soll für den CX-T kein Hindernis sein, denn untenrum wurde ein fünfteiliger Unterbodenschutz montiert.

Ein aufwendiger Unterbodenschutz erlaubt auch Ausflüge auf felsigem Untergrund
Ein aufwendiger Unterbodenschutz erlaubt auch Ausflüge auf felsigem Untergrund

Der Antrieb, ein Zweiliter-Turbobenziner von BMW, wurde um die elektronische Hinterachsdifferenzialsperre aus dem X-Drive-Baukasten erweitert. So kann der Fahrer des Morgan zwischen den drei Fahrmodi „Road“, „All-Terrain“ und „Extrem“ und damit zwischen vollständiger Öffnung sowie 45- oder 100-prozentiger Sperrung des Differenzials wählen.

Der Innenraum zeichnet sich unter anderem durch eine spezielle Schienen-Halterung für Handys oder Kameras aus, zusätzlich sind Kartenleuchte und Notebookhalter sowie eine Kühltasche an Bord. Das speziell für den CX-T gefertigte Hardtop wurde für die Montage eines Überrollkäfigs konstruiert. Das Exoskelett des CX-T erlaubt den Transport von Fahrrädern oder einem Surfbrett. Die abnehmbaren Seitenscheiben lassen sich auf dem Dach montieren. Ein Gepäckträger im Heck beherbergt zwei robuste und wasserdichte Gepäckkoffer, eine Aluminium-Werkzeugbox, zwei 11-Liter-Behälter sowie zwei Ersatzräder.

Die acht Exemplare der Kleinserie sollen dieses Jahr produziert werden.

Mario Hommen/SP-X