Pedelecs als Teil der Transformation – Porsche übernimmt E-Bike-Hersteller Greyp

Diesel, SUVs und E-Autos – Porsche hat in der jüngeren Vergangenheit viel Neuland betreten. Jetzt wagt sich der Sportwagenbauer auch ins E-Bike-Business.

Von Mario Hommen/SP-X
Hybrid III hört auch auf den Spitznamen H3 und empfing uns im ADAC-Technikzentrum in Landsberg am Lech. Er wirkt auf den
Hybrid III hört auch auf den Spitznamen H3 und empfing uns im ADAC-Technikzentrum in Landsberg am Lech. Er wirkt auf den ersten Blick etwas schmallippig, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Seine Menschenähnlichkeit und seine Technik machen ihn rund 30

SP-X/Zuffenhausen. Von Porsche vertriebene Fahrräder und E-Bikes wurden in der Vergangenheit stets in Kooperation mit Fahrradherstellern aufgelegt. Nun steigt der Sportwagenhersteller mit der frisch erworbenen Pedelec-Marke Greyp selbst ins Bike-Business ein. Bereits 2018 hat sich Porsche Ventures mit 10 Prozent an der ursprünglich von Rimac Automobili gegründeten Marke beteiligt. Als nun für Greyp ein Drittinvestor ein Übernahmeangebot vorgelegte, übte Porsche seine Vorverkaufsrechte aus und übernahm die Mehrheitsrechte.

Als neuer Mehrheitseigner will Porsche nach eigener Aussage seine Aktivitäten im E-Bike-Markt ausweiten. Demnach hätten E-Bikes einen festen Platz in der E-Mobilitäts-Strategie des Unternehmens, die unter anderem bis 2030 die Erreichung der CO2-Neutralität vorsieht.

Derzeit bietet Greyp verschiedene Pedelecs und S-Pedelecs als Mountainbikes und alltagstaugliche Allrounder im Preisfenster von 4.000 bis 14.000 Euro an. Außerdem offeriert man das als Hyperbike bezeichnete G12s, das sich durch motorradähnliche Merkmale auszeichnet. Für 2023 hat Greyp ein Stadt-Pedelec angekündigt.

Mario Hommen/SP-X