Archivierter Artikel vom 09.08.2022, 16:07 Uhr

Oft günstiger, aber selten seltener – Inspektion beim Elektroauto

Auch E-Autos müssen regelmäßig zur Inspektion. Allerdings fallen ein paar Arbeiten weniger an als beim Verbrenner.

Von Dirk Schwarz/SP-X

SP-X/Köln. E-Autos können bei Wartung und Inspektion deutlich günstiger sein als Verbrenner. Ob und wie viel sich sparen lässt, hängt aber stark von den Vorgaben des Herstellers ab. Die geforderten Intervalle weichen deutlich voneinander ab.

Prinzipiell liegen die Werkstattkosten für Elektroautos deutlich unter denen für konventionell angetriebene Fahrzeuge. Bei Wartung und Reparatur lassen sich rund 35 Prozent sparen, wie das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) errechnet hat. Das erklärt sich vor allem aus der wartungsfreundlichen Technik von batteriebetriebenen Autos. So fällt der Ölwechsel ebenso weg wie der Ersatz von Kupplungen und Auspuffanlagen. Auch die Bremsen verschleißen bei Elektromobilen weniger schnell als bei Autos mit Benzin- oder Dieselmotor.

Auch bei Wartung und Inspektion fallen bei E-Mobilen häufig geringere Kosten an als bei Verbrennern. Wichtig ist in der Gesamtbilanz aber auch, wie oft das Auto vorgeführt werden muss. Smart, Renault, Kia und Nissan etwa beordern ihre Fahrzeuge bereits nach 12 Monaten das erste Mal zur Kontrolle. Die fällt allerdings meist nicht allzu umfangreich und daher nicht besonders teuer aus. Andere Modelle wie die ID-Stromer von VW müssen nach zwei Jahren in die Werkstatt, Tesla empfiehlt das gleiche Intervall. Zu den Arbeiten der ersten Inspektion zählen je nach Hersteller etwa der Tausch des Pollenfilters, die Kontrolle der Bremsflüssigkeit und die Sichtprüfung der Hochvoltkomponenten.

Besonders großzügig zeigt sich Aiways. Die Chinesen beordern ihr SUV-Modell U5 erst nach 100.000 Kilometern beziehungsweise drei Jahren zur Kontrolle. Dann aber auch recht umfangreich: Es werden die Bremsflüssigkeit und das Kühlmittel der Hochvolt-Batterie, der Ölstand im Reduktionsgetriebe des Antriebsstrangs kontrolliert, aufgefüllt oder gewechselt, sowie der Akku der Telematik-Box getauscht. Zu den Kosten für die Arbeiten, die beim Service-Partner A.T.U. durchgeführt werden, macht der Hersteller keine Angaben.

Dirk Schwarz/SP-X