Archivierter Artikel vom 09.08.2021, 13:07 Uhr

Mit der Weltmeister-Formel – Radford Lotus Type 62-2

Vor einigen Jahren hat sich der Rennfahrer Jenson Button aus dem F1-Zirkus verabschiedet. Sein Können lässt der ehemalige Weltmeister nun bei Bau eines neuen Sportwagens einfließen.

Lediglich 62 Exemplare will die wiedergegründete Firma Radford vom Lotus Type 62-2 bauen
Lediglich 62 Exemplare will die wiedergegründete Firma Radford vom Lotus Type 62-2 bauen

Den Markennamen des Spendefahrzeugs darf der 62-2 von Radford weiter tragen
Den Markennamen des Spendefahrzeugs darf der 62-2 von Radford weiter tragen

SP-X/Orange County/Kalifornien. In den 1960er-Jahren baute der britische Karossier Radford den Rennwagen Lotus Type 62, der Anfang 2022 in moderner Form als Straßensportwagen sein Comeback feiern soll. Wiederbelebt wurde die Marke Radford von den Briten Mark Stubbs, Ant Anstead sowie dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Jenson Button. Der neue Type 62-2 setzt wie sein historisches Vorbild auf Lotus-Technik. Unter seiner Carbonhaut im Retro-Look steckt im Kern ein Lotus Evora.

In den kleinen Karbonaußenspiegeln des 62-2 stecken Kameras
In den kleinen Karbonaußenspiegeln des 62-2 stecken Kameras

Wie der Evora wird daher auch der Type 62-2 von einem 3,5-Liter-V6 von Toyota angetrieben, den Radford in drei Leistungsstufen anbieten wird. Während die Classic-Version wie der Evora 321 kW/436 PS mobilisiert, stehen bei den Varianten „Gold Leaf“ und „JPS“ 373 kW/507 PS beziehungsweise 447 kW/608 PS zur Verfügung. Alle drei Antriebsvarianten werden mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Für die Basisversion ist alternativ auch eine Handschaltung mit sechs Gängen erhältlich. Fahrleistungen werden keine genannt.

Das Aluminium-Monocoque-Chassis des 62-2 wurde vom Lotus Evora übernommen, allerdings hat Radford einen steiferen hinteren Hilfsrahmen entwickelt, der für mehr Agilität bei weniger Gewicht sorgen soll. Abgespeckt hat der 62-2 im Vergleich zum Evora auch dank des Einsatzes von Carbonbauteilen. Unter anderem wurde die komplette Karosserie aus dem Leichtbaumaterial gefertigt. Radford verspricht ein Trockengewicht von unter einer Tonne. Speziell die JPS-Version bietet leichte Karbon-Keramik-Stopper, während bei den anderen beiden Modellen Vierkolben-Bremsen von AP Standard sind.

Als Besonderheiten des Innenraums nennt Radford virtuelle Außenspiegel. Auch der Innenspiegel ist kamerabasiert. Zudem gibt ein digitales Kombiinstrument mit 6-Zoll-TFT-Screen. Noch in diesem Jahr soll die Produktion des 62-2 starten. Insgesamt sollen nur 62 Exemplare entstehen, von denen die ersten Anfang 2022 an Kunden ausgeliefert werden. Preise werden keine genannt. Doch dürften diese sehr deutlich über denen des zuletzt rund 100.000 Euro teuren Evora liegen.

Mario Hommen/SP-X