Lebensgefahr trotz Isofix – Warnung vor Kindersitz

Wirklich gefährliche Kindersitze sind selten. Der Stiftung Warentest ist nun jedoch einer im Labor um die Ohren geflogen.

Ein Chicco-Kindersitz versagte im Crash-Test
Ein Chicco-Kindersitz versagte im Crash-Test

SP-X/Berlin. Mit verheerenden Sicherheitsmängeln ist ein Kindersitz bei einer Prüfung der Stiftung Warentest aufgefallen. Die Babyschale Chicco Kiros löste sich bei dem simulierten Auffahrunfall und flog samt Kinder-Dummy durch das Labor, wie die Organisation mitteilt. In der Realität wären schwerste Verletzungen die Folge.

Das Set „Chicco Kiros i-Size mit Kiros i-Size Basis“ ist für Kinder von 0 bis 15 Monaten vorgesehen. Sitze mit Isofix-Basis gelten üblicherweise als besonders sicher, da die Grundplatte direkt mit der Fahrzeugkarosserie verbunden wird. Im Fall des Chicco-Modells funktioniert die Verbindung zwischen Basis und Babyschale jedoch offenbar nicht hundertprozentig.

Betroffen sind nach Informationen der Stiftung Warentest nur Basen, die nach Juli 2020 in den Handel gekommen sind. Sie sind anhand der Nummer 030059 auf dem Zulassungs-Label zu erkennen. Ein weißer Aufkleber vermerkt hinter der Buchstabenfolge DOM auch das betroffene Produktionsdatum, von „19/11/23“ bis „20/11/19“. Die Tester raten, die Babyschale nur ohne Basis zu nutzen und ihn stattdessen mit dem Anschnallgurt zu befestigen. Dann schütze der Sitz gut. Ein offizieller Rückruf des Kindersitzes durch den Hersteller steht nach Informationen der Verbraucherorganisation kurz bevor.

Holger Holzer/SP-X