Archivierter Artikel vom 07.04.2020, 04:50 Uhr

Sicherheit geht vor

Landstraße: So viel freie Sicht ist beim Überholen nötig

Überholen auf der Landstraße ist besonders gefährlich. Auf welchen Streckenabschnitten kann man so ein Manöver überhaupt starten?

Fahren auf der Landtraße
Überholen auf der Landstraße ist besonders gefährlich.
Foto: Philipp Schulze/dpa

München (dpa/tmn). Klar, solche Situationen kennen Sie auch, oder? Ausgerechnet heute ist Kinoabend mit der Familie, und nun schleicht auf dem Heimweg von der Arbeit vor Ihnen dieser große Lkw auf der Landstraße. Also möglichst schnell dran vorbei und rasch weiter?

Falsch, denn bei Überholvorgängen sollte Sicherheit immer vor Schnelligkeit gehen. Grundsätzlich überholen Autofahrer besser nur, wenn sie die Strecke ausreichend einsehen und während des gesamten Manövers die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit einhalten können, erläutert der ADAC.

Um einen Lkw sicher überholen zu können, sind 700 Meter Sichtweite nötig, so der Autoclub. Das entspreche rund 14 Leitpfosten am Straßenrand. Und fährt der Lastwagen 60 km/h schnell, muss das Auto mit Tempo 100 fahren, um sicher am Lkw vorbeiziehen zu können.

Das sei allerdings nur an wenigen Stellen auf deutschen Landstraßen möglich. Außerdem lohnt es sich noch nicht mal, wie der Autoclub vorrechnet: Im günstigsten Fall spare es nur zehn Prozent der Fahrzeit. Bezogen auf eine Strecke von 20 Kilometern entspreche das nicht mehr als anderthalb Minuten.

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