Kraxel-Keil – Lamborghini Huracán Sterrato

Wer sich mit einem Lambo abseits der Asphaltwege verlustieren will, kann seit 2018 das SUV-Modell Urus fahren. Der kriegt jetzt hochbeinige Flachbau-Konkurrenz aus eigenem Hause.

Von Mario Hommen, SP-X
Lesezeit: 1 Minute
In der Version Sterrato mutiert Lamborghinis Huracan zum besonders wilden Stier
In der Version Sterrato mutiert Lamborghinis Huracan zum besonders wilden Stier
Foto: Lamborghini

SP-X/Sant’Agata Bolognese. Den 2019 als Konzept vorgestellten Offroad-Sportwagen Huracán Sterrato baut Lamborghini ab Anfang 2023 in Serie. 1.499 Exemplare des dezent hochbeinigen Kraftkeils soll es geben. Die Preise dürften bei rund 300.000 Euro starten.

1.499 Exemplare will Lamborghini  vom Sterrato bauen
1.499 Exemplare will Lamborghini vom Sterrato bauen
Foto: Lamborghini

Lamborghini hat den Sterrato mit einer Karosserie-Höherlegung um 4,4 Zentimeter samt entsprechend längeren Federwegen sowie mit Verstärkungen für Schweller und Radhäuser und Alu-Unterfahrschutz fit für Fahrten abseits befestigter Straßen gemacht. Weitere Besonderheiten sind Zusatzscheinwerfer im Frontbereich, eine Dachreling und eine Motoransaughutze auf dem Dach. Die 19-Zoll-Räder werden werksseitig mit speziellen Reifen von Bridgestone bestückt, die auch auf Schotter guten Grip sowie mit Run-Flat-Funktion eine Weiterfahrt bei Plattfuß gewährleisten sollen. Aufgrund der Reifen gibt Lamborghini die Höchstgeschwindigkeit des Sterrato mit 260 km/h an.

Der Sterrato hebt sich um mehr als vier Zentimeter im Vergleich zu anderen Huracan-Varianten vom Boden ab
Der Sterrato hebt sich um mehr als vier Zentimeter im Vergleich zu anderen Huracan-Varianten vom Boden ab
Foto: Lamborghini

Der Antrieb könnte deutlich mehr. Es handelt sich um den bekannten 5,2-Liter-V10 in seiner 449 kW/610 PS starken Ausbaustufe mit 560 Newtonmetern Drehmoment. Im Zusammenspiel mit Allradantrieb und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe soll der Sprint auf Tempo 100 in 3,4 Sekunden gelingen. Speziell für optimalen Durchzug auf Schotter bietet der Sterrato neben den Fahrmodi Strada und Sport noch einen Rally-Modus. Zum weiteren Rüstzeug gehören ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse sowie Carbon-Keramik-Bremsen.

Zum Sterrato-Styling gehört auch ein markanter Heckdiffusor
Zum Sterrato-Styling gehört auch ein markanter Heckdiffusor
Foto: Lamborghini

Der Innenraum des Sterrato bietet eine ihm vorbehaltene Alcantara-Polsterung in Grün. Für das digitale Cockpit gibt es besondere grafische Darstellungen. Neu sind eine Wank- und Nickanzeige, ein Kompass sowie die Anzeigen für geografische Koordinaten und Lenkwinkel. Das Infotainmentsystem erlaubt die Integration von Amazon Alexa. Ein Drive Recorder kann Fahrvideos aufzeichnen.

Verstärkungen an Schweller und den Radhäusern sollen Unebenheiten ihren Schrecken nehmen
Verstärkungen an Schweller und den Radhäusern sollen Unebenheiten ihren Schrecken nehmen
Foto: Lamborghini
Mario Hommen/SP-X
Archivierter Artikel vom 30.11.2022, 11:07 Uhr