Archivierter Artikel vom 13.04.2021, 04:30 Uhr

Was Autofahrer wissen wollen

Kann ich am Lack einen Unfallwagen erkennen?

Ein Gebrauchtwagenkauf ist kein reines Glückspiel. Viele Unfallwagen lassen sich bei genauem Hinsehen erkennen. Besonders Lack und Spaltmaße verraten eine Menge über die Geschichte eines Fahrzeugs.

Unfallwagen erkennen
Lacknasen, klemmende Türen und beschädigte Verkleidungen im Motorraum können ein Hinweis auf einen Unfallwagen sein.
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Stuttgart (dpa/tmn) – Augen auf beim Gebrauchtwagen-Kauf: Unterschiedliche Lackstrukturen können ein Hinweis auf einen Unfallwagen sein. Darauf weist die Expertenorganisation Dekra hin. Stutzig machen sollten auch Lacknasen, Lacknebel oder Abklebekanten.

Besonders genau sollten Interessenten zudem Fugen an Türen, die Motorhaube, Verkleidungen und Scheinwerfer inspizieren. Zeigen sich ungleichmäßig große Spaltmaße sind sie oft auf einen früheren Unfallschaden zurückzuführen. Klemmende Türen und Heckklappen können ein Zeichen dafür sein, dass sie bei einer Reparatur nicht gut eingepasst wurden oder verzogen sind. Im Motorraum sollten alle Verkleidungen komplett und unbeschädigt eingebaut sein.

Allgemein sollten Interessenten einen Gebrauchtwagen laut Dekra niemals bei Dunkelheit, bei Regen oder im verschmutzten Zustand besichtigen. Ein Schaden sei aber per se kein Ausschlusskriterium. Der Käufer sollte hierüber jedoch informiert sein und vom Verkäufer einen Nachweis darüber erhalten, dass der Wagen von einer qualifizierten Werkstatt instandgesetzt wurde.

© dpa-infocom, dpa:210412-99-175863/2

Dekra Info Ausgabe März 2021