Archivierter Artikel vom 03.11.2021, 15:07 Uhr

Im Steigflug – Gebrauchtwagenpreise im Oktober

Gebrauchtwagenpreise steigen und steigen und steigen. Und die Auswahl wird knapper.

Von Elfriede Munsch/SP-X
Gebrauchtwagen sind weiterhin teuer
Gebrauchtwagen sind weiterhin teuer

SP-X/München. Der Höhenflug der Gebrauchtwagenpreise hält weiter an. Der von Autoscout24 ermittelte Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) weist im Oktober einen Durchschnittspreis von 24.502 Euro auf, das sind 774 Euro mehr als im September. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind Gebrauchte um 3.666 Euro teurer geworden.

Für Kompaktfahrzeuge wurden im Schnitt 19.353 Euro (plus 4,5 %) erzielt, ebenfalls teurer wurden Mittelklasseautos und Kleinwagen, die um je 4 Prozent zugelegt haben und durchschnittlich 24.681 beziehungsweise 12.946 Euro kosteten.

Wer einen Vans, SUV oder Sportwagen kaufte, musste ebenfalls mehr Geldausgeben (plus je 2 %). Ein Van wurde im Schnitt mit 20.987 Euro und ein SUV mit 32.105 Euro gehandelt. Für einen Sportwagen wurde 62.237 Euro fällig. Gefragt sind zudem Stromer und Hybridfahrzeuge. Für ein E-Modell musste durchschnittlich 36.874 Euro bezahlt werden, ein Plus von 1.140 Euro im Vergleich zu September. Ein Hybrid kostete 37.911 Euro, das waren 1.072 Euro mehr als im Vormonat. Benziner verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 752 Euro auf 22.051 Euro, Diesel um 693 Euro auf 26.509 Euro.

Gleichzeitig wird das Angebot der auf dem Autoportal angebotenen Gebrauchtwagen knapper. Bei Kleinwagen und bei 3 bis 5 Jahre alten Gebrauchten wurden im Oktober im Vergleich zum Vormonat rund 5,5 Prozent weniger Fahrzeuge offeriert. Auch bei Vans, SUV und Fahrzeuge der oberen Mittelklasse verzeichnete das Portal einen Rückgang von je 2,5 Prozent.

Gründe für die Preissteigerungen sieht das Portal zum einen in den Engpässen bei der Neuwagenproduktion aufgrund des Halbleitermangels. Die damit einhergehende Verknappung des Neuwagenangebots befeuert die Nachfrage nach Gebrauchten. Zum anderen gibt es immer noch eine hohe Nachfrage nach Gebrauchten aufgrund des Nachholbedarfs in Folge des Corona-Lockdowns.

Elfriede Munsch/SP-X