Gewinner und Verlierer – Pkw-Zulassungen nach Marken

Der deutsche Pkw-Markt entwickelt sich derzeit nach unten – Krieg, Inflation und Pandemie machen auch der Autoindustrie zu schaffen. Einige Marken schafften es aber zu wachsen, wenn auch teilweise von einem niedrigen Niveau aus. Hier sind die Gewinner und Verlierer im bisherigen Jahresverlauf.

Von Peter Eck/SP-X

SP-X/Köln. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres musste der deutsche Pkw-Neuwagenmarkt erhebliche Einbußen hinnehmen: Gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juli gingen die Neuzulassungen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) um 11,3 Prozent auf 1.443.886 Fahrzeuge zurück. Nur wenigen Marken gelang es, sich gegen den Trend zu stemmen und ihre Verkäufe zu steigern.

Den höchsten prozentualen Zuwachs verzeichnet die Volvo-Tochter Polestar. 2.441 verkaufe Modelle der reinen E-Marke bedeuten ein Plus von 120 Prozent. Die Budgetmarke Dacia hat in den ersten sieben Monaten des Jahres 30.475 Fahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahr um 40,4 Prozent übertroffen. Auch Tesla konnte mit 36,4 Prozent (19.443 Einheiten) wieder deutlich zulegen. Unter den Herstellern aus Asien sticht Kia mit einem Zuwachs von 15,9 Prozent auf 43.019 Fahrzeugen hervor. Die Top-Fünf der Marken mit dem höchsten prozentualen Zuwachs beschließt Honda, das nach herben Zulassungsverlusten in den letzten Jahren nun wieder ein Plus meldet, allerdings ist die Marke auch mit einem Wachstum von 14,3 Prozent und 4.676 Zulassungen noch weit von früheren Zahlen entfernt.

Neben zwei Handvoll Marken mit mehr Zulassungen, brachten die ersten sieben Monate für die meisten Hersteller teils deutlich Rückgänge. Am schlimmsten erwischte es Smart mit einem Minus von 43,2 Prozent (7.676 Fahrzeuge). Dahinter finden sich Suzuki (- 38,4 % / 8.092) und die englische Traditionsmarke Jaguar (- 34,5 % / 2.035). Mit Renault (-29.7 % / 42.138) und Peugeot (-27,1 % / 24.919) verzeichneten auch zwei französische Volumenmarken im bisherigen Jahresverlauf herbe Rückgänge.

Peter Eck/SP-X