Dritte Absage in Folge – Genfer Salon

Chipkrise und Corona-Pandemie dämpfen die Stimmung in der Autobranche. Das bekommt nun eine Traditionsveranstaltung zu spüren.

Star des Porsche-Messestandes in Genf: Das 911 Cabriolet
Star des Porsche-Messestandes in Genf: Das 911 Cabriolet

SP-X/Genf. Der Genfer Salon fällt 2022 erneut aus. Die nächste Ausgabe der Messe soll erst 2023 stattfinden, wie die Veranstalter nun mitteilen. Als Grund nennen sie die branchenweiten Verwerfungen aufgrund der Corona-Pandemie. Etwa in Form von Reisebeschränkungen bei Ausstellern und Besuchern, aber auch in Gestalt der Chipkrise, die ihre Wurzeln in den Produktionsstopps Anfang 2020 hat. Beides habe bereits zu einigen Absagen von Ausstellern geführt.

Zuletzt war bekannt geworden, dass auch Bentley und Lamborghini ihre Auftritte in der Schweiz gestrichen haben. Zuvor hatten bereits BMW, General Motors, Ford und der Multimarken-Konzern Stellantis mit Peugeot, Fiat und Opel abgesagt. Zahlreiche weitere Hersteller vermieden zuletzt zumindest eine feste Zusage.

Der bislang letzte Genfer Salon hat 2019 stattgefunden, die Ausgaben von 2020 und 2021 fielen aufgrund der Pandemie aus. Zuletzt hatte das Messe-Komitee angekündigt, einen Ableger in Doha starten zu wollen. Die erste „Qatar Geneva International Motor Show“ soll im Herbst 2022 oder 2023 starten.

Holger Holzer/SP-X