Archivierter Artikel vom 16.08.2019, 14:07 Uhr

Diverse Hochkaräter am Start – Monterey Auction Week 2019

Die frisch gestartete Monterey Auction Week macht häufig mit Rekorderlösen von sich reden. Auch 2019 sind etliche hochpreisige Preziosen am Start. Hier fünf davon.

Lesezeit: 3 Minuten
Ein Augenschmaus: Das 1955er Konzeptauto Lincoln Indianapolis Exclusive by Boano
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Der Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939 könnte 20 Millionen Dollar erzielen
Der Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939 könnte 20 Millionen Dollar erzielen

SP-X/Monterey/USA. Am 16. und 17. August werden im Rahmen der Monterey Auto Week in Kalifornien wieder in größerer Zahl außergewöhnliche Traumautos versteigert. Einige von diesen meist historischen Fahrzeugen sind nicht nur extrem selten, sondern außerdem noch extrem teuer. In mehreren Fällen rechnet das Auktionshaus Sotheby's mit achtstelligen Beträgen.

Der Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939 könnte 20 Millionen Dollar erzielen
Der Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939 könnte 20 Millionen Dollar erzielen

Ferrari 250 California SWB Spider von Scaglietti.

Der Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939 könnte 20 Millionen Dollar erzielen
Der Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939 könnte 20 Millionen Dollar erzielen

Zu den besonders teuren Preziosen der zweitägigen Auktionsveranstaltung gehört der Ferrari 250 California SWB Spider by Scaglietti. Er wird auf 10,5 bis 13 Millionen Dollar taxiert. Ende 1962 wurde der auf Performance getrimmte Zweisitzer in Italien gebaut. Damit gehört er zur zweiten Serie der California Spider, deren V12-Motor 280 PS mobilisierte. Insgesamt wurden 56 SWB California Spider gebaut, die unter anderem von James Coburn oder Alain Delon gefahren wurden. Der von Delon wurde vor einigen Jahren in desolatem Zustand in einer Scheune entdeckt und unrestauriert für 14,2 Millionen Euro versteigert.

Den gibt es nur einmal: Ferrari 375 MM Coupé Speciale by Ghia
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Ford GT40 Roadster

Den gibt es nur einmal: Ferrari 375 MM Coupé Speciale by Ghia
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In Monterey stehen neben einigen modernen Ford GT auch ein Ur-GT zum Verkauf. In diesem Fall ein 65er Prototyp des GT40 Roadster, von dem lediglich fünf Exemplare gebaut wurden. Es handelt sich um einen der feinsten und seltensten Exemplare der Rennsport-Ikone, der sich zudem noch weitgehend im Originalzustand befindet. Gefahren wurde der GT40 Roadster unter anderem von Rennfahrer-Legenden wie Jim Clark oder Carroll Shelby. Schätzwert der Rarität: 7 bis 9 Millionen Dollar.

Ein Augenschmaus: Das 1955er Konzeptauto Lincoln Indianapolis Exclusive by Boano
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Ferrari 375 MM Coupe Speciale by Ghia

Ein Augenschmaus: Das 1955er Konzeptauto Lincoln Indianapolis Exclusive by Boano
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Eine weitere historische Ferrari-Preziose ist der 375 MM Coupe Speciale by Ghia aus dem Jahr 1955. Es handelt sich um ein Einzelstück, der im Jahr seiner Entstehung auf der Turiner Motor Show ausgestellt wurde. Unter der extralangen Motorhaube steckt ein V12, der stolze 340 PS mobilisiert. Markant sind unter anderem eine Zweifarblackierung in Lachston und Grau. Wie die Farbe, so soll auch der Innenraum noch dem Originalzustand entsprechen. Auf dem Tacho soll dieses auf einen Verkaufswert von 5 bis 7 Millionen Dollar geschätzte Einzelstück lediglich 13.300 Kilometer haben.

Den gibt es nur einmal: Ferrari 375 MM Coupé Speciale by Ghia
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Lincoln Indianapolis Exclusive von Studio Boano

Auch beim Ferrari 250 California SWB erwartet Sotheby's einen achtstelligen Betrag als Auktionserlös
Auch beim Ferrari 250 California SWB erwartet Sotheby's einen achtstelligen Betrag als Auktionserlös

Ebenfalls ein Einzelstück und mit Italo-Flair gesegnet ist der Lincoln Indianapolis, der nach Meinung von Sotheby's rund eine Million Dollar erzielen könnte. Die eigenwillig elegante und auch leicht futuristische Blechhaut stammt aus der Feder des Karossiers Gian Paolo Boano, der das Fahrzeug als Studie für den Ford-Stand auf der Turiner Motor Show 1955 angefertigt hat. Basis für den Umbau war ein Lincoln Indianapolis mit 200 PS starkem V8-Motor. Das Fahrzeug gilt als eine der wichtigsten noch erhaltenen Ford-Studien der 1950er-Jahre.

Auch beim Ferrari 250 California SWB erwartet Sotheby's einen achtstelligen Betrag als Auktionserlös
Auch beim Ferrari 250 California SWB erwartet Sotheby's einen achtstelligen Betrag als Auktionserlös

Porsche Typ 64

Auch beim Ferrari 250 California SWB erwartet Sotheby's einen achtstelligen Betrag als Auktionserlös
Auch beim Ferrari 250 California SWB erwartet Sotheby's einen achtstelligen Betrag als Auktionserlös

Viel Patina bietet der ebenfalls zum Verkauf stehende Ur-Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939. Er wurde vor dem zweiten Weltkrieg von Porsche auf Basis des Ur-Käfers, dem KdF-Wagen, gebaut und gilt als Keimzelle für den Nachkriegs-Porsche 356, der das Fundament für die Weltmarke Porsche legte. Lediglich drei Exemplare wurden produziert, von denen zwei überlebten. Einst Privatfahrzeug von Ferdinand Porsche gehörte der 64 fast fünf Jahrzehnte dem Rennfahrer Otto Mathé sowie später dem Österreicher Thomas Gruber und schließlich einem Unternehmen aus München. Einen Schätzpreis hat Sotheby's in diesem Fall nicht öffentlich gemacht, doch wird ein Preis jenseits von 20 Millionen Dollar erwartet.

Wurde nur fünf Mal gebaut: Ford GT40 Roadster Prototype aus dem Jahr 1965
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Mario Hommen/SP-X