Archivierter Artikel vom 10.08.2022, 12:07 Uhr

Die einen fahren zu schnell, die anderen zu aggressiv – Umfrage: Mobilitätsunterschiede zwischen Stadt und Land

Autofahrer aus der Stadt oder vom Land finden, dass der jeweils andere so seine Macken hat. In einer Hinsicht ist man sich aber einig.

Von Elfriede Munsch/SP-X

SP-X/Hamburg. Wie schätzen Autofahrer aus der Stadt oder auf dem Land das jeweilige Pendant ein? Und welche Unterschiede gibt es zwischen städtischen und ländlichen Fahrern? Einer deutschlandweiten Umfrage der Tankstellenkette HEM zufolge glauben Städter, dass die Landbewohner großen Wert aufs eigene Auto legen (73 %). Sie stufen zudem die Landbewohner als gelassene Autofahrer ein (22 %). Allerdings fahren sie nach Meinung der Städter auf Landstraßen außerorts schneller sowie unvorsichtig und unterschätzen Gefahren (21 %). Kommen sie in die Stadt werden sie vom hohen Verkehrsaufkommen verunsichert und verursachen dadurch Unfälle (15 %).

In den Augen der befragten Landbewohner sind städtische Autofahrer stressresistenter (44%), lassen das Auto eher stehen, um Staus zu vermeiden (43 %) und verhalten sich durch Drängeln und dichtes Auffahren aggressiv (32 %). Als rücksichtslos werden sie von 17 Prozent der befragten Landbewohner bewertetet. 13 Prozent stufen sie aufgrund fehlender Fahrpraxis als unerfahren ein.

Für Landbewohner ist das meistgenutzte Verkehrsmittel das Auto (88 %), gefolgt vom Fahrrad (7 %t) und dem ÖPNV (5 %). Dagegen gibt nur die Hälfte der Stadtbewohner in der Umfrage an, auf ein Auto angewiesen zu sein. Jeder Dritte in der Stadt nutzt sein Fahrzeug aus Bequemlichkeit – am häufigsten für Einkäufe (69 %), die Fahrt zu Arbeit (52 %) oder für Freizeitaktivitäten (44 %). Im Schnitt sind Städter 5 Stunden pro Woche mit dem Auto unterwegs. Jeder Zehnte verbringt zudem wöchentlich 3 Stunden mit der Parkplatzsuche.

Einigkeit besteht zwischen den Umfrage-Teilnehmern bei der Frage, wer der bessere Autofahrer sei: der Städter oder der Landbewohner? Die Hälfte antwortete mit weder/noch.

Elfriede Munsch/SP-X